Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2014

12:13 Uhr

Photovoltaikkonzern

Solarworld nach Schuldenschnitt im Aufschwung

Der Solarworld-Chef Frank Asbeck hat gute Laune: Nach dem Schuldenschnitt nehme das Unternehmen „massiv Fahrt auf“. Der Markt in Deutschland ist zwar rückläufig, aber China und die USA schüren Hoffnungen.

Nach dem Schuldenschnitt herrscht Hoffnung: Der Vorstandsvorsitzende des Solar-Modul-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, glaubt an Wachstum. dpa

Nach dem Schuldenschnitt herrscht Hoffnung: Der Vorstandsvorsitzende des Solar-Modul-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, glaubt an Wachstum.

BonnDer Photovoltaikkonzern Solarworld sieht sich nach dem drastischen Kapital- und Schuldenschnitt wieder gut aufgestellt. „Wir kommen nicht nur in ruhigeres Fahrwasser, wir nehmen auch massiv Fahrt auf“, sagte Konzernchef Frank Asbeck am Freitag bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Bonn.

Solarworld profitiere von dem Einstieg des Emirats Katar sowie von der Übernahme von Fertigungskapazitäten von Bosch in Thüringen. Der Unternehmenschef geht von einem Wachstum des globalen Photovoltaikmarktes aus, mit einem Schwerpunkt in Asien und in den USA. Allein im ersten Quartal seien in den USA fast so viele Neuanlagen installiert worden wie in dem rückläufigen Markt Deutschland für das ganze Jahr 2014 erwartet wird.

Solarworld sei mit einer eigenen Fertigung in den USA dabei, sagte Asbeck. Das Unternehmen sei gut auf Kurs: Bis Ende Mai habe Solarworld mehr als die Hälfte seines geplanten Absatzes für das Gesamtjahr von 820 Megawatt bereits eingefahren.

Der Sanierungsplan von Solarworld

Schuldenschnitt

Kernpunkte sind ein Schuldenschnitt und eine erhebliche Abwertung der Aktien im Verhältnis 1:20. Der Anteil des Gründers Frank Asbeck schrumpft beispielsweise dadurch von 28 auf 1,4 Prozent.

Neue Aktien

Gleichzeitig werden 55 Prozent der Schulden in neue Aktien umgewandelt. Außerdem steigt Qatar Solar als neuer Großinvestor mit einem Anteilspaket ein. Asbeck erwirbt für 10 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen neue Anteile.

Neue Verhältnisse

Falls die Gremien zustimmen, sehen die Eigentümerverhältnisse dann so aus: 5 Prozent Alt-Aktionäre, davon 1,4 Prozent Asbeck Altbestand 19,5 Prozent Asbeck neu dazugekauft 29 Prozent Qatar 46,5 Prozent Neu-Aktionäre - ehemalige Gläubiger

Aufsichtsrat

An der Spitze des Aufsichtsrates soll künftig ein Vertreter der Gläubiger stehen.

Mithilfe eines Kapital- und Schuldenschnitts hatte Solarworld im Frühjahr seinen Schuldenberg um mehr als die Hälfte auf 427 Millionen Euro verringert. Dabei mussten Aktionäre und Gläubiger hohe Verluste hinnehmen.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.05.2014, 13:49 Uhr

Seit Jahren hofft Solarworld auf Gewinne. Seit Jahren wird mit der Hoffnung und der Rhetorik eines Asbeck in Zusammenspiel einer politisch und medienfreundlichen Unterstützung der Investor (Klein wie Groß) über den Tisch gezogen.
Seit über zwei Jahre geht diese Insolvenzverschleppung von Solarworld schon. Und dies wird von Politik und Medien weiter gefördert und unterstütz zum Schaden vieler Kleiner Kapitalanlager.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×