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29.04.2015

17:56 Uhr

Pläne von Thyssengas

Neue Leitung soll russisches Erdgas nach NRW bringen

Eine etwa 100 Kilometer lange Pipeline soll künftig russisches Gas aus dem Gasspeicher im niedersächsischen Rehden in den Westen Deutschlands transportieren. Die Pläne von Thyssengas sind heikel.

Die neue Leitung dürfte gut 200 Millionen Euro kosten. dpa

Neue Pipeline geplant

Die neue Leitung dürfte gut 200 Millionen Euro kosten.

DüsseldorfDer deutsche Gastransporteur Thyssengas plant nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) eine neue Leitung, die russisches Gas besser in den Westen Deutschlands verteilen soll. Mit der etwa 100 Kilometer langen Pipeline soll Gas aus dem Gasspeicher im niedersächsischen Rehden, an dem der russische Gasriese Gazprom beteiligt ist, in den eigenen Speicher im westfälischen Epe transportiert werden, wie das Unternehmen bestätigte. Der Speicher in Rehden wird vor allem mit Gas aus der Ostseepipeline befüllt.
Die neue Leitung dürfte gut 200 Millionen Euro kosten. Thyssengas hat bereits Gespräche mit potenziellen Partnern aufgenommen, darunter ist der Gastransporteur Gascade, an dem Gazprom mit 50 Prozent beteiligt ist.

Die Pläne sind heikel, weil Europa derzeit versucht, unabhängiger von russischem Gas zu werden. Thyssengas-Chef Axel Botzenhardt sieht in den Plänen dagegen einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. In der Rheinschiene, die Thyssengas beliefert, wird aktuell vor allem niederländisches Gas, so genanntes L-Gas, verbraucht, dessen Förderung aber spätestens ab 2020 rasant abnehmen wird. „Ein neues Gasmarktdesign ohne Russland ist für mich nicht realistisch, wenn die dann fehlenden mehr als 30 Milliarden Kubikmeter L-Gas kompensiert werden müssen“, sagt Botzenhardt.

Von

juf

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