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03.02.2014

17:45 Uhr

Probleme mit Kupferhütte

Kupferkonzern Aurubis macht Verluste

Der Kupferkonzern Aurubis gibt Verluste für das erste Geschäftsquartal bekannt. Ein Grund: Beim Wiederanfahren der Kupferhütte hat es Probleme gegeben. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Doch die Prognosen sind vorsichtig.

Die schleppende Konjunktur und hausgemachte Probleme haben Europas größter Kupferkonzern Aurubis einen Verlust eingebrockt. dpa

Die schleppende Konjunktur und hausgemachte Probleme haben Europas größter Kupferkonzern Aurubis einen Verlust eingebrockt.

HamburgDie schleppende Konjunktur und hausgemachte Probleme haben Aurubis einen Verlust eingebrockt. Europas größte Kupferhütte gab am Montag überraschend für das erste Geschäftsquartal einen operativen Vorsteuerverlust von 2,5 Millionen Euro bekannt. Vor Jahresfrist hatte inklusive Sondereffekten ein Vorsteuergewinn von 140 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Als Grund für den Verlust im Zeitraum Oktober bis Dezember gab Aurubis unerwartet große Probleme beim Wiederanfahren der Hütte am Stammsitz in Hamburg nach einem Wartungsstillstand sowie gesunkene Edelmetallpreise an. Zudem sei die Nachfrage nach Recyclingkupfer und Schwefelsäure schwach gewesen.

Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2013/2014 äußerte sich das Management etwas vorsichtiger als zuletzt. „Wir gehen nach wie vor davon aus, für das Geschäftsjahr ein über dem Vorjahr liegendes Ertragsniveau zu erreichen“, sagte Vorstandschef Peter Willbrandt. Im Dezember hatte er noch ein deutlich verbessertes Ertragsniveau in Aussicht gestellt.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Aurubis hatte bereits mit Belastungen im ersten Quartal gerechnet, das Ausmaß der Probleme aber offenbar unterschätzt. Geringere Edelmetallpreise und der Großstillstand in Hamburg, bei dem die Anlage von September bis Oktober komplett demontiert und mit neuen Teilen wieder zusammengesetzt worden war, hätten sich negativer ausgewirkt als erwartet.

Während des Neustarts der Kupferhütte sei es zu Verzögerungen gekommen, die nach einer derart umfangreichen Wartung nicht außergewöhnlich seien.

Willbandt sprach in diesem Zusammenhang von Optimierungsbedarf, der sich bei der Wiederinbetriebnahme herausgestellt habe, nannte aber keine Details. Inzwischen seien die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Die Schmelzlöhne für Kupferkonzentrat seien mittlerweile weltweit gestiegen. Altkupfer- und Produktmärkte hätten sich seit Jahresbeginn erholt.

Von

rtr

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