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25.08.2014

19:37 Uhr

Projekt Nordsee One

RWE will neuen Meerwindpark bauen

ExklusivRWE will 40 Kilometer nördlich der Insel Juist einen weiteren Meerwindpark bauen. Dies kündigte RWE-Innogy-Chef Hans Bünting nun im Handelsblatt an. Das Großprojekt soll mit Partnern verwirklicht werden.

Der RWE-Windpark vor der Küste von Nordwales ist bereits in Betrieb. In Deutschland will das Energieunternehmen nun einen weiteren bauen. dpa

Der RWE-Windpark vor der Küste von Nordwales ist bereits in Betrieb. In Deutschland will das Energieunternehmen nun einen weiteren bauen.

DüsseldorfRWE nimmt den Bau eines weiteren Meerwindparks in der Nordsee in Angriff. Allerdings will die für erneuerbare Energien zuständige Tochter RWE Innogy das Großprojekt wegen der angespannten Finanzlage des Mutterkonzerns mit externen Kapitalgebern verwirklichen. „Wir sind derzeit in guten Gesprächen“, sagte RWE-Innogy-Chef Hans Bünting dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Und ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss kommen.“

Es geht um das Projekt Nordsee One, 40 Kilometer nördlich der Insel Juist. Zunächst sind 54 Turbinen und Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro geplant. Vor zwei Jahren hatte Bünting das Projekt, das damals noch „Innogy Nordsee 1“ hieß, auf Eis gelegt. Zunächst klagte er über unklare Rahmenbedingungen. Dann musste er das Projekt zurück stellen, weil sich bei RWE die Krise verschärfte und der Schuldenabbau inzwischen Priorität hat.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Jetzt will Bünting das Großprojekt bauen, aber eben mit Partnern: „Wir wollen uns auf eine Minderheitsposition und möglichst die Betriebsführung beschränken“, stellte Bünting klar. Partner können Pensionsfonds oder Private-Equity-Firmen sein. Nordsee One wäre der zweite Offshore-Windpark des Konzerns in Deutschland. Der erste, Nordsee Ost, soll voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres den kommerziellen Betrieb starten – mit zwei Jahren Verzögerung, weil Netzbetreiber Tennet Probleme hatte, den Anschluss ans Festland herzustellen. Auch bei Nordsee Ost, der 35 Kilometer nördlich vor Helgoland steht, kann sich Bünting vorstellen, „dass wir Anteile abgeben, wenn der Park erst einmal steht und läuft“.

Kommentare (1)

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26.08.2014, 07:53 Uhr

Hr. Bünting sollte genauso wie REW endlich einsehen, dass diese Erneuerbare Energieerzeugung ein politisches und kein marktwirtschaftliches Projekt einer Ehtik-Kanzlerin Merkel ist. Und das man die Energie-Marktwirtschaft nicht mit einen EEG-Gesetzes Diktat steuern kann, sondern das die Realität der freien Energiemarktwirtschaft die jeweilig Politik und damit auch die jeweiligen Geschäftsfelder eines Konzern steuert. Und die sog. Energiewende war noch nie ein marktwirtschaftliches Geschäftsmodell, sondern ein politisches Projekt. Und solche Projekte der Politik, die mit einen EEG (Gesetz) gegen Marktwirtschaft fahren, sind IMMER zum SCHEITERN verurteilt. Das EEG bringt nicht nur die Energiekonzerne in eine wirtschaftliche Schieflage, sondern zum Schluss unsere ganze Volkswirtschaft und damit unseren Wohlstand in Deutschland und Europa,.

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