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08.06.2015

19:29 Uhr

Prokon

Insolvenzverwalter hält beide Zukunftsmodelle für tragfähig

Die Gläubiger des Windanlagenbauers Prokon müssen sich zwischen zwei Zukunftsmodellen entscheiden. Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin ist zuversichtlich, dass bei beiden Varianten das Unternehmen im Kern erhalten werde.

Schilder an einer Filiale von Prokon in Hannover: Das Unternehmen könnte bald rosigeren Zeiten entgegenblicken. dpa

Windenergieunternehmen Prokon

Schilder an einer Filiale von Prokon in Hannover: Das Unternehmen könnte bald rosigeren Zeiten entgegenblicken.

Itzehoe Für den Windenergieanlagen-Hersteller Prokon bieten aus Sicht von Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin beide vorliegenden Zukunftsmodelle eine gute Überlebenschance. Er halte beide Offerten – ein Kaufangebot des Konzerns EnBW über 550 Millionen Euro und ein Genossenschaftsmodell – für zweifelsfrei tragfähig, sagte Penzlin am Montag in Itzehoe beim siebten Standortgespräch nach der Prokon-Pleite. Als Insolvenzverwalter setze er keine Priorität.

„Wir haben es hier glücklicherweise mit einem Paradebeispiel von Gläubigerautonomie zu tun“, sagte der Anwalt nach Mitteilung des Kieler Wirtschaftsministeriums. Er sei äußerst zuversichtlich, dass bei beiden Varianten das Unternehmen im Kern erhalten werde.

Die Gläubigerversammlung entscheidet am 2. Juli in einem der größten Insolvenzverfahren der deutschen Wirtschaftsgeschichte, wie es weitergeht. Für eine Fortführung als Genossenschaft müssen laut Penzlin 660 Millionen Euro an Genusskapital zusammenkommen.

Offshore: Projekte in Megadimensionen

Gewicht

Das Gesamtgewicht einer Anlage kann laut der Stiftung Offshore Windenergie schnell 1000 Tonnen übersteigen. Dabei stehen die Anlagen auf bis zu 900 Tonnen schweren Fundamenten. Allein die Gondel (Maschinenhaus) könne zwischen 300 und 400 Tonnen wiegen.

Gigantische Maße

Allein die im Testfeld Alpha Ventus installierten 5-Megawatt-Anlagen haben einen Rotordurchmesser von bis zu 125 Metern und eine Gesamthöhe von mehr als 170 Metern über dem Meeresgrund. Neuere Anlagen der Leistungsklasse von 6 Megawatt erreichen laut Stiftung Offshore Windenergie Rotordurchmesser um die 150 Meter.

Kosten

Der Bau eines Windparks auf hoher See ist um einiges komplexer als der einer Anlage auf dem Land. Doch binnen sechs Jahren konnte die Branche ihre Kosten halbieren. Beim neuen Offshore-Windpark „Borssele“ in den Niederlanden liegen die Gesamtkosten pro Megawattstunde bei 87 Euro.

Damit müssten bis zu 30.000 Gläubiger auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen verzichten und zustimmen, ihre Einlagen in Eigenkapital umzuwandeln. Auf das Genossenschaftsmodell setzt der Verein „Die Freunde von Prokon“, in dem rund 10.500 von insgesamt 75.000 Anlegern zusammengeschlossen sind.

Von

dpa

Kommentare (1)

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08.06.2015, 19:54 Uhr

Prokon ist wie die gesamte Erneuerbare Energie = Energiewende nicht wirtschaftlich und basiert auf einen marktfeindlichen = volkswirtschaftlich vernichtenden EEG (politisches Subventionsgesetz) Das ist FAKT!
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut!

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