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28.11.2013

10:12 Uhr

Rohstoffe

KWS Saat hofft aufs Frühjahr

Der Auftakt läuft nicht gut, doch der Saatguthersteller KWS blickt vorsichtig optimistisch aufs laufende Geschäftsjahr. Ein Umsatzplus dürfte trotz geringer Getreidepreise drin sein – dank der Zugpferde Zucker und Mais.

Wenn da mal nicht der Stengelbohrer, auch Maiszünzler genannt, dazwischenkommt: KWS Saat setzt auf die Einnahmen durch Mais, die das schlechte Getreidegeschäft mehr als ausgleichen sollen. dpa

Wenn da mal nicht der Stengelbohrer, auch Maiszünzler genannt, dazwischenkommt: KWS Saat setzt auf die Einnahmen durch Mais, die das schlechte Getreidegeschäft mehr als ausgleichen sollen.

KölnGefallene Getreidepreise haben dem Saatguthersteller KWS Saat den Start in sein neues Geschäftsjahr verdorben. Der Umsatz sank im ersten Quartal um neun Prozent auf 103 Millionen Euro. Der operative Verlust weitete sich auf 38,9 Millionen Euro gegenüber 22,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus. Trotz des verhaltenen Auftakts bekräftigte der Vorstand seine Prognosen für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr 2013/2014.

„KWS erwartet, dass ein schwächeres Getreidegeschäft und geringfügig verminderte Erlöse bei Zuckerrüben durch Zuwächse im Maissegment mehr als ausgeglichen werden", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Insgesamt rechnet das Unternehmen aus dem niedersächsischen Einbeck daher mit einem Umsatzplus von fünf Prozent, wodurch die Umsätze auf rund 1,2 Milliarden Euro stiegen, außerdem erwartet es eine operative Marge von 11,5 Prozent nach 13,1 Prozent im Vorjahr. Dies liege an höheren Entwicklungskosten.

Die großen Akteure im Rohstoffhandel

Platz 5

Das Unternehmen Mercuria Energy Group rangiert auf dem fünften Platz der Rohstoffhändler. 2011 erzielte der Konzern mit Sitz in Genf einen Umsatz von 75 Milliarden Dollar.

Platz 4

Der Konzern Gunvor handelt mit Erdöl und Ölprodukten. Das Unternehmen erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 80 Milliarden Dollar.

Platz 3

Der niederländische Konzern Trafigura rangiert auf Platz drei unter den umsatzstärksten Rohstoffhändlern. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam hat sich auf den Handel von Ölprodukten sowie Industriemetalle spezialisiert. Die Niederländer setzten 2011 122 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Das zweitgrößte Unternehmen im Rohstoffgeschäft ist Glencore. Der einst verruchte Konzern mit Hauptsitz im Schweizer Konzern Zug erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 186 Milliarden Dollar. Das Unternehmen deckt nahezu den gesamten Grundgüterhandel von Industrie- und Edelmetallen über Agrargüter bis hin zu Öl, Gas und Strom ab.

Platz 1

Der größte Rohstoffhändler der Welt mit einem Umsatz von 297 Milliarden Dollar ist Vitol. Der Konzern mit Hauptsitzen in Rotterdam und Genf ist auf den Ölhandel spezialisiert. Zudem ist das Unternehmen im Erdgas-, Emissions-, Energie- und Biotreibstoffhandel aktiv.

Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben

Im ersten Quartal setzte das schwächere Getreidegeschäft KWS zu. Weil aufgrund der geringeren Konsumpreise weniger Getreide angebaut wurde, setzte KWS auch weniger Saatgut ab. Die Hauptumsatzträger von KWS – Mais und Zuckerrüben – werden aber erst im Frühjahr ausgesät, wie das Unternehmen erläuterte. Deshalb sei auch das Betriebsergebnis in den ersten beiden Quartalen regelmäßig negativ. Hinzu kamen im abgelaufenen Quartal höhere Kosten für Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb.

Von

rtr

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