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16.08.2013

12:39 Uhr

Rohstoffkonzern

BHP Billiton unter Korruptionsverdacht

Der Bergbau-Riese BHP Billiton gerät ins Visier der Ermittler. Der australische Konzern soll unter anderem chinesische Funktionäre bei den Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking bestochen haben.

Der Rohstoffkonzern BHP Billiton gerät unter Korruptionsverdacht. Reuters

Der Rohstoffkonzern BHP Billiton gerät unter Korruptionsverdacht.

MelbourneDer Bergbaukonzern BHP Billiton wird möglicherweise wegen Korruptionsvorwürfen rund um die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking belangt. Die US-Behörden hätten die Grundlage dafür gelegt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. BHP sei von der Börsenaufsicht SEC und dem US-Justizministerium über die Themen informiert worden, auf deren Basis Strafmaßnahmen eingeleitet werden könnten. Die Gespräche dauerten an, das Unternehmen kooperiere voll und ganz mit den Ermittlern. Die SEC äußerte sich nicht zu den Ermittlungen, das Justizministerium war zunächst nicht erreichbar.

Die SEC und das Ministerium ermitteln seit 2009 gegen BHP. Dabei geht es einerseits um Bergbau-Projekte, die inzwischen gestoppt wurden, andererseits um die Bewirtung von Funktionären im Umfeld der Olympischen Spiele.

BHP soll an chinesische und ausländische Funktionäre Geschenke verteilt und sie unrechtmäßig bewirtet haben. BHP, Edelmetalllieferant für die bei dem Sportereignis verteilten Medaillen, hat in der Vergangenheit angegeben, alle maßgeblichen Gesetze im Zusammenhang mit den Spielen eingehalten zu haben.

2010 hatte das Unternehmen jedoch eingeräumt, möglicherweise gegen Anti-Korruptionsgesetze verstoßen zu haben. Medienberichten zufolge steht das in Zusammenhang mit Zahlungen an kambodschanische Regierungsvertreter für ein Bauxit-Projekt, das BHP allerdings später aufgegeben hatte.

Die Strafen für eine Verletzung der US-Korruptionsgesetze hängen unter anderem davon ab, wie lange das Fehlverhalten andauerte und welchen Ausmaß es hatte. So musste der französische Ölkonzern Total 398 Millionen Dollar zahlen, weil er neun Jahre lang insgesamt 60 Millionen Dollar Schmiergeld für Projekte im Iran gezahlt haben soll.

Von

rtr

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