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25.02.2014

09:10 Uhr

Rohstoffkonzern

Probleme in Norwegen drücken RHI ins Negative

Der österreichische Industriekonzern RHI schreibt im vierten Quartal deutliche Verluste. Besonders anhaltende Probleme bei einem Rohstoffwerk in Norwegen belasten das Ergebnis. Auf die Dividende wirkt sich das nicht aus.

Das Rohstoffgeschäft hat RHI 2013 nicht ausreichend Gewinn abgeworfen. dpa

Das Rohstoffgeschäft hat RHI 2013 nicht ausreichend Gewinn abgeworfen.

WienHohe Abschreibungen auf eine Rohstoffanlage in Norwegen haben den österreichischen Industriekonzern RHI zu Jahresende in die Verlustzone gedrückt. Im vierten Quartal stand unter dem Strich ein Minus von 38,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 27,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Hersteller von feuerfesten Materialien für die Stahl-, Glas- und Zementindustrie am Dienstag mitteilte.

Analysten hatten für das vierte Quartal durchschnittlich mit einem Verlust von gut 31 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz schrumpfte um gut ein Prozent auf 456,6 Millionen Euro. Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende von 0,75 Euro je Aktie erhalten. Analysten hatten mit nur mit 0,72 Euro je Aktie gerechnet.

In der Anlage im Süden Norwegens gewinnt RHI Schmelzmagnesia zur Weiterverarbeitung in der Stahl- und Zementindustrie. Doch bislang bringt der Standort dem Konzern wegen hoher Kosten nur Verluste. Im vergangenen Jahr habe die Anlage das operative Ergebnis um mehr als 30 Millionen Euro geschmälert. Zudem musste der Wiener Konzern für das Werk eine Wertberichtigung in Höhe von 65,3 Millionen Euro vornehmen. Neben den Problemen in Norwegen habe RHI auch mit einem Nachfragerückgang infolge des schwächeren Stahlgeschäftes zu kämpfen gehabt. Die RHI-Werke seien daher schwächer ausgelastet gewesen, teilte RHI ohne konkrete Angaben mit.

Auch im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen Belastungen von 15 bis 20 Millionen Euro durch das bislang missglückte Engagement in Norwegen. Die operative Rendite werde zwischen acht und neun Prozent liegen erwartet. 2013 schrumpft die Ebit-Marge auf 6,3 (Vorjahr: 9,1) Prozent. Für den Umsatz prognostiziert RHI ein Wachstum von drei Prozent. Investieren wolle RHI rund 75 Millionen Euro

Von

rtr

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