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04.05.2017

11:31 Uhr

Royal Dutch Shell

Ölriese profitiert von steigenden Preisen

Royal Dutch Shell hat zum Jahresauftakt seinen Gewinn um 142 Prozent gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Wie andere Energiekonzerne auch profitiert Shell vom Anstieg der Ölpreise.

Im abgelaufenen Quartal profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas. AFP; Files; Francois Guillot

Shell-Tankstelle

Im abgelaufenen Quartal profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas.

LondonDer britisch-niederländische Ölriese Royal Dutch Shell hat im ersten Jahresviertel wie andere Rohstoffkonzerne von den wieder zunehmenden Ölpreisen profitiert. Bei dem für Branchenexperten besonders wichtigen bereinigten Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten – einer Messgröße, die unveränderte Lagerbestände und den tatsächlichen Vermögenswert einer Firma einbezieht – gelang Shell ein Plus von 142 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar (3,43 Milliarden Euro). Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Der Finanzmarkt hatte nur mit 3,01 Milliarden Dollar bei dieser zentralen Kennziffer gerechnet.

Im Zeitraum von Januar bis März profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas („Upstream“-Sparte). Im Vorjahr hatte Shell hier noch rote Zahlen geschrieben. Im „Downstream“-Bereich mit der Weiterverarbeitung und dem Verkauf von Rohöl – etwa dem Raffineriegeschäft – stieg der bereinigte Gewinn um knapp ein Viertel, unter anderem dank eines starken Chemikalien-Geschäfts.

Der Preis für die wichtige Ölsorte Brent lag im ersten Quartal durchschnittlich bei 54,61 Dollar. Das ist ein Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit Mitte 2014 waren die Ölpreise weltweit wegen eines Überangebots zunächst stark gesunken - mit entsprechend drastischen Folgen für viele Rohstoffunternehmen, die Verluste machten, Jobs strichen und Investitionen massiv kürzten.

Auch der Konkurrent Statoil übertraf mit seiner Zwischenbilanz die Erwartungen des Marktes. Der bereinigte operative Gewinn kletterte binnen Jahresfrist auf 3,3 Milliarden Dollar von 857 Millionen Dollar. Wie viele andere Rivalen erhöhte Statoil die Produktion, was ebenfalls zu dem Ergebnis beitrug. Dagegen förderte die spanische Repsol weniger und auch die Gewinnmargen im Raffineriegeschäft sanken. Doch dies wurde durch den Anstieg des Ölpreises mehr als wettgemacht. Der bereinigte Nettogewinn legte zehn Prozent auf 630 Millionen Euro zu.

Am Markt kamen die Zahlen gut an. Shell-Aktien gewannen in London 2,3 Prozent an Wert, Statoil in Oslo 2,7 Prozent.

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