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16.09.2014

13:03 Uhr

Rüstungsfirma

ThyssenKrupp will mit Airbus über Atlas reden

ThyssenKrupp will mit Airbus über die Zukunft der Rüstungsfirma Atlas Elektronik sprechen, um eine Lösung zu finden. Eine mögliche Übernahme kommentierte das Essener Unternehmen vorerst nicht.

ThyssenKrupp, hier die Konzernzentrale in Essen, sucht den Dialog mit Airbus. Reuters

ThyssenKrupp, hier die Konzernzentrale in Essen, sucht den Dialog mit Airbus.

EssenThyssenKrupp will mit Airbus in Verhandlungen über die Zukunft der Rüstungsfirma Atlas Elektronik eintreten. Er wolle Gespräche mit Airbus aufnehmen, um eine Lösung für Atlas zu finden, sagte ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger am Dienstag in Essen. Auf die Frage, ob es dabei um eine Übernahme des Airbus-Anteils gehen solle, wollte er sich in der Öffentlichkeit nicht äußern. Zunächst müsse der Dialog mit dem Partner Airbus aufgenommen werden, betonte Hiesinger.

Airbus hatte zuvor angekündigt, sich von seinem Atlas-Anteil trennen zu wollen. Einen Käufer für Atlas Elektronik habe der Konzern noch nicht im Auge. Die ersten Gespräche würden aber sicher mit dem Mehrheitseigner ThyssenKrupp Marine Systems TKAG.DE (TKMS) geführt, der 51 Prozent an der Firma hält und ein Vorkaufsrecht habe. Airbus besitzt die übrigen 49 Prozent. ThyssenKrupp will Hiesinger zufolge zudem in seinem Geschäft mit der Automobilindustrie wachsen.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Der Umsatz der Sparte Components Technology solle entsprechend des Konzernumsatzes zulegen, betonte er. Für die Zukunft seien auch Übernahmen von Wettbewerbern in der Automobil-Zulieferindustrie nicht ausgeschlossen.

Von

rtr

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