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16.02.2016

16:34 Uhr

RWE-Tagebau

Energieriese setzt auf App von Apple und IBM

Die Digitalisierung hat RWE erreicht: Ein Tablet mit einer speziellen App soll bei der Wartung großer Maschinen im Braunkohleabbau Papier-Formulare ersetzten. Dabei setzt der Energiekonzern auf bekannte IT-Größen.

Der Energiekonzern setzt bei der Wartung seiner Maschinen auf Hilfe von IBM und Apple. dpa

RWE-Braunkohletagebau Garzweiler

Der Energiekonzern setzt bei der Wartung seiner Maschinen auf Hilfe von IBM und Apple.

BerlinDer Energiekonzern RWE stellt die Wartung seiner Maschinen in Tagebau-Betrieben mit Hilfe von Apple und IBM neu auf. Die Mitarbeiter bekommen iPad-mini-Tablets mit einer App von RWE, die heutige Arbeitsweisen mit Papier-Formularen ablösen soll. „Nicht nur die Aufträge sind jetzt auf dem Tablet, sondern wir haben auch den Arbeitsprozess verändert“, sagte der IT-Chef von RWE Generation, Andreas Lamken.

Bisher gab es eine Checkliste auf Papier, die Mitarbeiter vor Ort bei der Arbeit an den Maschinen ausfüllten und danach im Büro am PC ins System übertrugen. Künftig sollen sie sich neben der digitalen Verarbeitung der Daten auch die Aufträge selbst aussuchen und priorisieren.

Auch Fotos sollen mit den Tablets aufgenommen werden. „Diese „WhatsApp-Kultur“ - mal schnell ein Foto zu machen und zu verschicken - haben wir in der App integriert“, sagte Lamken. Wenn zum Beispiel etwas an einer Maschine verbaut sei, was nicht der Dokumentation entspreche, könne man dies auf einem Foto einkreisen und damit für die Unterlagen erfassen. „Wir wollen auch Geräusche aufzeichnen: Wenn zum Beispiel ein Getriebe knirscht, könnte man bei den Kollegen aus anderen Tagebau-Betrieben fragen, ob ihnen das bekannt vorkommt.“

Mit Hilfe von Datenauswertung sollen auch Prognosen für Verschleiß und Wartungs-Intervalle gemacht werden. Bei der Vernetzung der Maschinen im sogenannten Internet der Dinge zeigt sich Lamken hingegen noch skeptisch. Es gebe zwar gute Ansätze, zum Beispiel große Kugellager, die mit Sensoren ausgestattet werden sollen. „Aber bisher ist man hier eher noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium. Die breite Vermarktung sehe ich noch nicht - aber wir wollen vorbereitet sein.“ Das Verhältnis von Kosten und Nutzen sei noch offen. „Wenn ich überall Sensoren installiere, dann kostet es auch etwas. Diese Kosten müssen erst einmal ausgeglichen werden.“

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Für das kleinere iPad-Modell habe sich RWE entschieden, weil es genau in die Brusttasche der Arbeitsuniform passe. Mit zuvor eingesetzten speziellen robusten Computern seien Mitarbeiter unzufrieden gewesen wegen des hohen Gewichts und einer unbequemen Bedienung. In der iPad-App sei darauf geachtet worden, die Bedienung nicht zu überladen: „Wir haben wirklich den Meister vor Ort ins Apple-Labor in Cupertino geschickt für die Entwicklung der App-Oberfläche.“ Mit der Ausweitung auf den Kraftwerks-Bereich sollen am Ende rund 1000 Mitarbeiter von RWE Generation mit den iPads ausgerüstet werden.

Apple und IBM hatten eine gemeinsame Initiative gestartet, bei der für verschiedene Branchen spezialisierte Anwendungen für iPhones und iPads entwickelt werden. Bis Ende vergangenen Jahres wurden rund 100 solcher Anwendungen eingeführt.

Von

dpa

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