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28.05.2015

20:43 Uhr

RWE-Töchter

Ungarn will Anteile erwerben

Ungarn will Selbstversorger werden, zumindest auf dem Energiemarkt. Darum will sich die Regierung an ungarischen Töchtern des deutschen Stromkonzerns RWE beteiligen – oder sie sogar ganz übernehmen.

Die ungarische Regierung will die Energieversorgung des Landes selbst besorgen. Darum will das osteuropäische Land zwei Töchter des Stromkonzerns RWE kaufen. dpa

Ungarische Tochterfirmen

Die ungarische Regierung will die Energieversorgung des Landes selbst besorgen. Darum will das osteuropäische Land zwei Töchter des Stromkonzerns RWE kaufen.

BudapestDie ungarische Regierung will die Stromversorgung in dem osteuropäischen Land verstärkt selbst in die Hand nehmen. Die Behörden in Budapest unterzeichneten nach eigenen Angaben vom Donnerstag eine Absichtserklärung zum Kauf von zwei Gesellschaften des Energiekonzerns RWE in Ungarn. Die ungarische Staatsbank MFB wolle hundert Prozent des Geschäfts mit Privathaushalten der beiden Versorger ELMU und EMASZ und 49 Prozent ihrer Stromnetz-Sparten erwerben. Die staatliche Energieholding MVM wolle zudem ihren Anteil am Kraftwerk Matrai Eromu auf 49 Prozent von 26,15 Prozent aufstocken. Das Kraftwerk ist der zweitgrößte Stromerzeuger Ungarns.

RWE ist mit seinen Beteiligungen einer der größten ausländischen Investoren auf dem ungarischen Energiemarkt. Die RWE-Gesellschaften bieten ihre Dienstleistungen hauptsächlich in Budapest und in Nordostungarn an. Dabei arbeitet RWE mit anderen Anteilseignern zusammen, etwa der Energie Baden-Württemberg (EnBW) und den ungarischen Elektrizitätswerken (MVM).

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Von

rtr

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