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29.04.2015

21:32 Uhr

Salzgitter mit starkem Jahresauftakt

Stahlkonzern erhöht Gewinnprognose

Nach einem starken Jahresauftakt hat Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern, Salzgitter, seine Gewinnprognose erhöht. Die Aktie des Konzerns dreht nach Bekanntgabe der Eckdaten des ersten Quartals ins Plus.

Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Jahresprognose nach oben geschraubt. Reuters

Stahlkocher feiern starken Jahresauftakt

Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Jahresprognose nach oben geschraubt.

SalzgitterDeutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter kommt beim Weg aus der Krise etwas schneller voran als gedacht. Nach einem starken Jahresauftakt erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose. Das Vorsteuerergebnis werde im Gesamtjahr im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen bei der überraschenden Bekanntgabe der Eckdaten am Mittwoch in Salzgitter mit. Bisher hatte der Konzern mit einem Wert im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet.

Im vergangenen Jahr lag das Vorsteuerergebnis noch mit knapp 32 Millionen Euro im Minus. In den ersten drei Monaten 2015 indes habe der Gewinn vor Steuern 51,8 Millionen Euro betragen, nach einem Minus von 8,7 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Der Umsatz sei stabil bei 2,3 Milliarden Euro geblieben. Weitere Details sollen am 13. Mai veröffentlicht werden. Die Aktie legte nach Veröffentlichung der neuen Prognose und der Eckdaten deutlich zu und drehte ins Plus. Zuvor war sie mehr als drei Prozent gefallen.

Von

dpa

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