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15.03.2016

16:02 Uhr

Salzgitter

Stahlhersteller streicht mehrere Hundert Jobs

An vier Standorten will Salzgitter zahlreiche Arbeitsplätze abbauen. Betroffen sind die Werke Ilsenburg im Harz, Mülheim an der Ruhr, Hamm und Siegen. Die Werke sollen erhalten werden.

Der Konzern hatte bei der Prognose für das laufende Jahr schon gewarnt, dass weitere Sparbemühungen anstehen dürften. dpa

Salzgitter

Der Konzern hatte bei der Prognose für das laufende Jahr schon gewarnt, dass weitere Sparbemühungen anstehen dürften.

SalzgitterDie Branchenkrise macht Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller Salzgitter weiter zu schaffen. An vier Standorten will die Salzgitter AG insgesamt mehrere Hundert Jobs streichen.

„Das Volumen fällt aber deutlich geringer aus als beim Programm „Salzgitter AG 2015“, mit dem mehr als 1500 Arbeitsplätze abgebaut wurden“, sagte Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann in einem Interview der „Braunschweiger Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). Details zu genauen Zahlen blieben offen.

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Betroffen seien die Werke Ilsenburg im Harz, Mülheim/Ruhr, Hamm und Siegen, bestätigte auch ein Konzernsprecher am Dienstag. An den Standorten werden Grobblech beziehungsweise mittelgroße Leitungsrohre gefertigt. Die Nachfrage nach diesen Materialien sei schwach, sagt Fuhrmann der Zeitung. Das liege auch an chinesischen Billigimporten.

Fuhrmann hatte Ende Februar bei der Prognose für das laufende Jahr schon gewarnt, dass weitere Sparbemühungen in den nächsten Monaten anstehen dürften – Aussagen zu einem möglichen Stellenabbau vermied er damals aber noch. Der „Braunschweiger Zeitung“ sagte er: „Wir wollen die Werke nicht schließen, sondern erhalten. Aber das geht bedauerlicherweise nicht ohne einschneidende Maßnahmen.“

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Von

dpa

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