Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.05.2017

08:51 Uhr

Salzgitter

Stahlkonzern steigert Gewinn deutlich

Die Erholung auf dem Stahlmarkt verhilft Salzgitter zu einer deutlichen Steigerung des Gewinns: Der Konzernüberschuss stieg von 1 Million Euro im Vorjahreszeitraum auf 48,7 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte.

Das Unternehmen hatte bereits Anfang Mai vorläufige Zahlen vorgelegt und die Jahresprognose wegen der guten Entwicklung erhöht. Reuters

Stahlhersteller Salzgitter

Das Unternehmen hatte bereits Anfang Mai vorläufige Zahlen vorgelegt und die Jahresprognose wegen der guten Entwicklung erhöht.

SalzgitterSteigende Stahlpreise haben dem Stahlkonzern Salzgitter zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Reingewinn stieg im ersten Quartal auf 48,7 Millionen Euro, wie der ThyssenKrupp-Rivale am Montag mitteilte. Vor einem Jahr hatte ein Gewinn von lediglich einer Million Euro zu Buche gestanden.

Als Grund für das deutlich bessere Ergebnis nannte Salzgitter positive Effekte durch die EU-Antidumping-Maßnahmen gegen Billig-Importe aus China sowie Erfolge der eigenen Restrukturierung. „Ohne die konsequente Umsetzung unserer 2013 eingeleiteten Maßnahmen wären wir nicht dort, wo wir jetzt stehen“, betonte Konzernchef Heinz-Jörg Fuhrmann.

Die größten Stahlproduzenten in Deutschland

ESF Elbestahlwerke Feralpi

Der Stahlproduzent aus dem sächsischen Riesa wurde 1992 gegründet und produziert unter anderem Stranggussknüppel, Betonstabstahl und Walzdraht. 2016 produzierte Feralpi eine Million Tonnen Stahl.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

Lech Stahlwerke

1970 wurde das Stahlwerk im bayrischen Meitingen gegründet. Das Unternehmen hat sich auf Betonstahl spezialisiert. Lech produzierte 2016 1,2 Millionen Tonnen Stahl.

Georgsmarienhütte

1,3 Millionen Tonnen Stahl produzierte das Stahlwerk 2016. Georgsmarienhütte wurde 1856 in der gleichnamigen Stadt in Osnabrück gegründet. Das Unternehmen produziert Stabstahl, Halbzeug und Blankstahl.

Riva

Der italienische Stahlkonzern hat mehrere Werke in Deutschland. 1954 wurde das Unternehmen von den Brüdern Emilio und Adriano Riva in Mailand gegründet. 2016 produzierte Riva in Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Stahl.

Dillinger Hütte

Das Hüttenwerk (Anlage zur Erzeug von Stahl und Eisen aus Erzen) mit Sitz im saarländischen Dillingen produzierte 2016 2,2 Millionen Tonnen Stahl. Das Unternehmen wurde bereits 1685 gegründet.

Badische Stahlwerke

Der Stahlhersteller wurde 1955 im baden-württembergischen Kehl gegründet und produziert hauptsächlich für die Bauindustrie. 2016 konnte das Unternehmen 2,4 Millionen Tonnen Stahl produzieren.

Saarstahl

1989 wurde der Stahlproduzent im saarländischen Völklingen gegründet. 2016 produzierte er 2,5 Millionen Tonnen Stahl.

Salzgitter

Die Wurzeln der 1998 im niedersächsischen Salzgitter gegründeten Salzgitter AG gehen ins Jahr 1858 zurück. Rund sieben Millionen Tonnen Stahl produzierte das Unternehmen 2016.

Arcelor-Mittal

Der Konzern ging 2007 aus der Fusion der niederländischen Mittal und Arcelor aus Luxemburg hervor. Der Konzern hat mehrere Standorte in Deutschland und produzierte 2016 hierzulande 7,8 Millionen Tonnen Stahl.

Thyssen-Krupp

1999 wurden die Ruhrgebietskonzerne Krupp-Hoesch und Thyssen zusammengelegt. Deutschlandweit ist das Unternehmen mit Sitz in Essen der größte Stahlproduzent. Allein 2016 fertigte er 12,1 Millionen Tonnen Stahl.

Salzgitter blickt nun wieder zuversichtlich in die Zukunft. Dank der steigenden Nachfrage und höherer Rohstoffkosten habe der Konzern bessere Argumente gegenüber den Kunden, die Preise anzuheben. Die Stahlindustrie kämpft in Europa seit Jahren mit Preisdruck, Überkapazitäten und Billigimporten.

Salzgitter hatte bereits Anfang Mai auf Grundlage vorläufiger Zahlen die Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Die Niedersachsen erwarten nun einen Konzernumsatz von etwa neun Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn zwischen 125 und 175 Millionen Euro. In den ersten drei Monaten war der Vorsteuergewinn auf 77,1 (Vorjahr 3,1) Millionen Euro geklettert, das höchste Quartalsergebnis seit 2008. Der Umsatz stieg um ein Viertel auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×