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02.01.2013

17:22 Uhr

Schuldenabbau

Eon verkauft Thüringer Regionalversorger

Eon drücken hohe Schulden, deswegen trennt sich der größte deutsche Energiekonzern von diversen Töchtern. Nun ist es ihm gelungen, ein großes Beteiligungspaket an einem Regionalversorger in Thüringen verkaufen.

Eon will durch den Verkauf von Beteiligungen bis zu 15 Milliarden Euro einnehmen. dpa

Eon will durch den Verkauf von Beteiligungen bis zu 15 Milliarden Euro einnehmen.

Der hoch verschuldete Energiekonzern Eon versilbert einen großen Teil seiner Beteiligung an einem ostdeutschen Regionalversorger. Ein Anteil von 43 Prozent an der Tochter Eon Thüringer Energie gehe an den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Transaktion hat nach Angaben des Unternehmens ein Volumen von rund 900 Millionen Euro. Darin enthalten sei die Übernahme von Gesellschafterdarlehen von 400 Millionen Euro. Auch die verbleibende Beteiligung von zehn Prozent wolle der Konzern kurzfristig abstoßen. Eon kämpft mit Einbußen durch den beschleunigten Atomausstieg und Schulden von mehr als 35 Milliarden Euro.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Eon Thüringer Energie mit Sitz in Erfurt beschäftigt über 1300 Mitarbeiter und beliefert Privat-, Geschäfts- und Industriekunden sowie Stadtwerke mit Energie. Viele Kommunen und Stadtwerke sehen in der Strom- und Gasversorgung ein attraktives Geschäft, das ihnen zudem ein Mitwirkungsrecht in der kommunalen Energiepolitik sichert. Mehrere von ihnen haben etwa die Eon-Stadtwerke-Tochter Thüga erworben, andere den Versorger Steag. Eon Thüringer Energie erzielte 2011 bei einem Umsatz von 1,35 Milliarden Euro einen Überschuss von 100 Millionen Euro.

Der größte deutsche Energiekonzern hatte im vergangenen Jahr angekündigt, mit den Töchtern in Thüringen, Eon Westfalen-Weser und Eon Mitte drei seiner sieben Regionalversorger zu verkaufen. Insgesamt will Eon-Chef Johannes Teyssen bis Ende dieses Jahres durch Beteiligungsverkäufe bis zu 15 Milliarden Euro einnehmen. Mehr als 14 Milliarden hat er bereits zusammen.

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