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30.12.2014

13:22 Uhr

Sinkende Vergütungssätze

Solar-Boom ebbt weiter ab

2014 sind in Deutschland weniger neue Solar-Anlagen gebaut worden als im Jahr zuvor. Das Minus beträgt 43 Prozent. Die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden damit nicht erreicht.

2014 ist der Zubau von Solaranlagen im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent zurückgegangen. Schon 2013 war die Kapazität der Solar-Neuanlagen deutlich um 57 Prozent geschrumpft. dpa

2014 ist der Zubau von Solaranlagen im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent zurückgegangen. Schon 2013 war die Kapazität der Solar-Neuanlagen deutlich um 57 Prozent geschrumpft.

BonnDer Solarboom in Deutschland ebbt angesichts deutlich sinkender Vergütungssätze für die Anlagen weiter ab. Von Dezember 2013 bis November 2014 seien Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 1,95 Megawatt neu errichtet worden, teilte die Bundesnetzagentur am Dienstag mit.

Damit sei der Zubau im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent zurückgegangen. Schon 2013 war die Kapazität der Solar-Neuanlagen deutlich um 57 Prozent geschrumpft.

Laut EEG sollen jährlich nicht mehr als 2,4 bis 2,6 Megawatt Solaranlagen neu errichtet werden. Dieser Korridor sei erneut klar unterschritten worden, sagte der Vizepräsident der Bundesnetzagentur Peter Franke.

Zehn Fakten zur Ökostrom-Umlage

42 Milliarden

Laut einer Studie die Kosten in Deutschland 2012 durch die Folgen fossiler Energieträger für Klima und Gesundheit.

Kohle

Zwar hat Ökostrom Braunkohle als wichtigste Quelle überrundet, aber Braun- und Steinkohle liegen weit vorn (45 Prozent Stromanteil).

27,7 Prozent

Ist bereits der Ökostrom-Anteil in diesem Jahr, auch dank des EEG und der vielen Fördermilliarden für Anlagenbetreiber.

Schäuble, der Profiteur

Die hohe Umlage beschert Mehreinnahmen in Milliardenhöhe durch die immer oben drauf kommende Mehrwertsteuer.

5 Milliarden

Voraussichtliches Rabattvolumen 2015 für stromintensive Firmen bei der EEG-Förderung - diese Kosten sind Teil der Umlage.

12 Cent

Ist die durchschnittliche Vergütung je Kilowattstunde für neue Anlagen ab 2015, noch 2010 lag der Durchschnitt bei 25 Cent.

China

Der Preisverfall bei Solarmodulen aus China führte zu einem massiven Zubau - und ist heute Hauptgrund für die hohe Umlage.

20 Jahre

So lange gibt es für den produzierten Strom eine vom Anschlussdatum abhängige feste Vergütung - und damit Umlagekosten.

Eine Kugel Eis

So viel werde der Ökostrom-Ausbau einen Haushalt im Monat kosten, hoffte Grünen-Umweltminister Jürgen Trittin noch 2004.

0,41 Cent

Höhe der ersten Umlage 2003. Bei 3500 Kilowattstunden Verbrauch waren das 14,35 Euro im Jahr. Heute sind es knapp 220 Euro.

Betreiber von Solaranlagen erhalten für 20 Jahre eine konstante Einspeisevergütung, die im Januar 2015 je nach Größe zwischen 11,3 und 12,9 Cent pro Kilowattstunde für Dachanlagen liegt. Die Vergütungen werden Monat für Monat abgesenkt, entscheidend für die Einstufung ist das Datum der Inbetriebnahme.

Mit dem Abbau der Vergütungen sollen die Anlagen schrittweise an den Markt herangeführt werden. Die Vergütungen werden aus der EEG-Umlage finanziert, die alle Verbraucher über den Strompreis tragen.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Herr franz hantke

30.12.2014, 14:02 Uhr

Na dann wird die Solarenergie ja noch Jahrhunderte gefördert werden müssen, bis die Deckelung von 52 GW Solargesamtkapazität erreicht werden wird.

Ein Schreckgespenst für alle EIKE-Jünger hier im Forum.

Account gelöscht!

30.12.2014, 14:08 Uhr

Das EEG muss abgeschafft werden und damit die Vernichtung des deutschen Wohlstand durch die Abzocke der EE-Mafia.
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut!

Herr franz hantke

30.12.2014, 14:29 Uhr

Was soll dieses Geschwätz.

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