Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.02.2013

14:10 Uhr

Solarbranche

Studie warnt vor Strafzöllen gegen China

Die Einführung von Strafzöllen gegen chinesische Hersteller könnte für europäische Unternehmen gravierende Folgen haben. Eine neue Studie warnt vor massiven Jobverlusten. Am stärksten betroffen wäre demnach Deutschland.

China überflutet den europäischen Markt mit billigen Solar-Panels. Der hiesige Verband wittert illegale Subventionen. dpa

China überflutet den europäischen Markt mit billigen Solar-Panels. Der hiesige Verband wittert illegale Subventionen.

BrüsselStrafzölle gegen chinesische Hersteller im Solarstreit mit der europäischen Konkurrenz würden nach einer aktuellen Studie in großer Zahl Arbeitsplätze vernichten. Je nach Höhe der Strafzölle könnten innerhalb von drei Jahren allein in Deutschland bis zu 84 700 Jobs wegfallen, heißt es in der am Dienstag in Brüssel vorgestellten Prognos-Untersuchung. Deutschland wäre damit europaweit am stärksten betroffen.

Die Untersuchung geht davon aus, dass höhere Preise für Solar-Panels die Nachfrage einbrechen lassen würden und damit auch weniger installiert und gewartet werden würde. Zwar hätten europäische Solarhersteller Vorteile von den Strafzöllen. Die dadurch entstehenden Arbeitsplätze entsprächen aber gerade einem Fünftel der an anderer Stelle verlorenen Jobs, heißt es in der Studie.


Auftraggeber der Studie ist die „Allianz für bezahlbare Solarenergie“ (AFASE), ein Zusammenschluss von Herstellern und Dienstleistern, die gegen protektionistische Auflagen am Solarmarkt kämpfen. In den USA gibt es seit dem vergangenen Jahr bereits Strafzölle gegen chinesische Solarimporte, in Europa prüft die EU-Kommission nach einer Beschwerde des europäischen Solar-Verbandes EU ProSun vom September 2012 Strafzölle.

Der Verband wirft der chinesischen Konkurrenz Dumping-Preise und illegale Subventionen vor. Im vergangenen Jahr hatte China Solar-Panels und andere Komponenten im Wert von 21 Milliarden Euro in die EU exportiert. Die angeschlagene deutsche Solarbranche sieht einen Hauptgrund für ihre derzeitige Misere in der vermeintlichen Billig-Konkurrenz aus China.

 

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

19.02.2013, 14:29 Uhr

"Auftraggeber der Studie ist die „Allianz für bezahlbare Solarenergie“ (AFASE), ein Zusammenschluss von Herstellern und Dienstleistern, die gegen protektionistische Auflagen am Solarmarkt kämpfen."
Sicherlich bezahlt vom Herrn Altmeier und seinem AntiEE-Ministerium.
So werden sicherlich auch noch die letzten Solararbeitsplätze nach China verlagert. Die Technologien haben die ja bereits gestohlen.
Die Chinesen haben übrigens einen starken Protektionismus, ein wesentlicher Grund für das Erstarken dieses Landes.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×