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18.07.2013

19:05 Uhr

Solarkonzern

Solarworld-Umsatz geht massiv zurück

Nach den Schlagzeilen um die Schieflage des Solarkonzerns Solarworld bleiben die Kunden aus. Der schwer angeschlagene Konzern verliert im operativen Geschäft weiter Geld. Ein Rettungsplan ist bald in Sicht.

Die Zentrale des Photovoltaikunternehmens Solarworld. Die Konzernerlöse sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent gesunken. dpa

Die Zentrale des Photovoltaikunternehmens Solarworld. Die Konzernerlöse sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent gesunken.

BonnDer angeschlagene Modulhersteller Solarworld hat im ersten Halbjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Konzernerlöse sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der Verlust vor Zinsen und Steuern belief sich auf 69 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 144 Millionen Euro.

Grund für das Umsatzminus seien die gesunkenen Absatzmengen und der fortdauernde Preisdruck durch Dumpingmodule. Der Absatz von Solarstrommodulen und Bausätzen sei von 334 auf 233 Megawatt zurückgegangen. Rückläufig habe sich der Absatz vor allem im Heimatmarkt Deutschland entwickelt. „Hier wirkte auch die Verunsicherung der Kunden aufgrund des notwendigen Restrukturierungsprozesses der Solarworld“, berichtete das Unternehmen. Endgültige Zahlen will Solarworld am 14. August vorlegen.

Ein Rettungsplan sieht einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt für den hochverschuldeten Konzern vor. Anfang August müssen die Gläubiger zweier millionenschwerer Solarworld-Anleihen dem Verlust von 55 Prozent ihrer Forderungen zustimmen. Die entscheidenden Beschlüsse sollen bis zum 7. August von den Anleihegläubigern und den Aktionären gefasst sein. Dies werde sich neben Zöllen auf Dumpingmodule im weiteren Jahr positiv auf den Absatz auswirken, hieß es weiter.

Kommentare (2)

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Europa-Solar_AG

18.07.2013, 23:19 Uhr

Im Februar 2012 nannte Asbeck noch die Wahrheit: "Wir werden einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen sehen. Zehntausende von Stellen stehen auf dem Spiel." Dies war für den Fall, dass die EEG-Kürzung kommt - und sie kam.
Die Negativpresse verschärfte die nachlassende Nachfrage. Die Modulpreise kamen durch den Kampf und die Anpassung an die gesunkene EEG-Vergütung unter Druck.
Rösler, Altmaier, Oettinger und Konsorten kämpfen für Atomstrom und Fracking bzw. gegen PV. Asbecks Schutzzoll zur Ausschaltung von China als früherer Solarworld-Lieferant (günstige Module) war für die EU ein willkommener Vorwand für den Schutzzoll.
Gestern schrieb das DIW, dass die EU-Kommission Atomstrom billig und EE-Strom teuer rechnet.
Solarworld ist völlig überschuldet und Asbeck ist jedes Mittel recht, selbst bei der Sanierung übervorteilt er andere, "gewöhnliche" Aktionäre.

HofmannM

19.07.2013, 09:17 Uhr

Und die Insolvenzverschleppung geht bei Solarworld munter weiter. Solarworld hat kein Wirtschafts-Konzept. Solarworld ist ein Abzocker auf Kosten den deutschen Strom-Endkunden. Solarworld hat sein Abzockgeschäft auf Basis des perfiden und asozialen Zwangs-EEG (Erneuerbares Energie Gesetz) aufgebaut. Zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gesamtwirschaft, auf Kosten von Verlusten von gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, auf Kosten des hart erarbeitenden und über jahrzehnte geschaffenen deutschen Bürger- und Sozial Wohlstand!
EEG/Energiewende = Wohlstandsvernichtung!!!
Schafft endlich das EEG ab. Danke!

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