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04.12.2012

14:08 Uhr

Solarkraftwerke

SMA Solar sucht sein Heil im Ausland

Länder mit hoher Sonneneinstrahlung sollen dem deutschen Solarkonzern wieder in die Gewinnzone helfen. Vor allem auf Großkraftwerke will sich SMA dabei konzentrieren. Die ersten Kandidaten sind bereits ausgemacht.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände von SMA in Niestetal. dpa

Eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände von SMA in Niestetal.

DüsseldorfDer vom Preisverfall gebeutelte Solartechnikkonzern SMA Solar hat sich auf der Suche nach neuen Wachstumsmärkten in Chile und Südafrika in Position gebracht. SMA konzentriere sich in den Ländern zunächst auf große Solarkraftwerke, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Firmenchef Pierre-Pascal Urbon rechnet in den Märkten außerhalb Europas künftig mit wesentlichen Wachstumsimpulsen. "Gerade in Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung und schnell wachsendem Energiebedarf stellt die Photovoltaik bereits heute gegenüber anderen Stromerzeugungsarten die wirtschaftlichere Alternative dar."

Mit über 300 Sonnentagen im Jahr gehören Südafrika und Chile zu den Regionen mit der weltweit höchsten Sonneneinstrahlung. Sie weisen zudem ein gutes Wirtschaftswachstum auf.

Der Preisverfall in der Solarindustrie hat dem Wechselrichterproduzenten zuletzt einen Gewinneinbruch eingebrockt. Anders als die meisten Unternehmen in der Branche schreibt der Konzern aber schwarze Zahlen. Firmenchef Urbon erwartet 2013 allerdings keine Wende zu neuem Wachstum. Wegen der massiven Förderkürzungen in den europäischen Solarmärkten und dem anhaltenden Preisdruck rechnet er mit einem deutlichen Umsatzrückgang. Um einen Verlust zu vermeiden, will er mit Stellenstreichungen gegensteuern.

Von

rtr

Kommentare (3)

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vandale

04.12.2012, 14:37 Uhr

Die Sonneneinstrahlung ist auf diesem Planeten unzureichend und zuwenig dem Strombedarf angepasst um für industrielle Stromversorgung nutzbar zu sein.

Demzufolge basieren alle Solarkraftwerke auf Subventionen. In den Altindustrieländern sind dies meist Abgaben der Stromverbraucher. In Entwicklungsländern CDM Zertifikate (Klimasündenablasszertifikate), oder Entwicklungshilfe.

Einige Industrieländer sind knapp bei Kasse und haben Solarsubventionen begrenzt, gekürzt, gestrichen, oder rückwirkend gestrichen. Bei den Verhandlungen zwischen Präsident und Kongress in den USA zur Haushaltseinsparung stehen die gesamten Subventionen für "Erneuerbare Energien" auf der Streichliste des Kongresses.

Wenn SMA jetzt in die südlichen Ländern, in denen Solarstromerzeuger lediglich auf solch unsicheren Subventionen wie Entwicklungshilfe, CDM Zertifikaten beruht ausweicht, dann ist die Lage des Unternehmens ziemlich verzweifelt.

Vandale

anonymus

05.12.2012, 15:05 Uhr

In Chile ist es bereits heute möglich den Strom direkt auf dem Spot-Markt zu verkaufen. Die Einstrahlung ist sehr hoch (ca. 2,5x mehr als in Dt.) und in einigen Regionen fast jeden Tag annähernd gleich. Der Stromhunger ist riesig, vor allem tagsüber und die Preise je kWh liegen um die 15 $c. Subventionen werden also nicht gebraucht und der Solarstrom ist günstiger, als der aus Dieselgeneratoren und günstiger als der Marktpreis...

Wolfgang2

14.03.2013, 07:05 Uhr

Chile hat in der nördlichen Atakama (Wüste) sehr hohe Ein-strahlungswerte - ebenso hat sie das südliche Peru. Chile hat den Bergbau als Kunden-Peru eine grosse Anzahl von Industriezweigen, nicht nur den Bergbau. Diese können ent-wickelt werden.Peru hat bessere Zukunftsaussichen zur re-gionalen wirtschaftlichen Entwicklung-warum wird Chile im-mer bevorzugt?Dr.rer.nat W.Glüschke,pacasalud@hotmail.com.

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