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31.12.2012

16:50 Uhr

Solarunternehmen

Für ostdeutsche First-Solar-Werke ist offiziell Schluss

In den ostdeutschen Werken des Solarmodulherstellers First Solar in Frankfurt (Oder) wurden bislang eine Million Module hergestellt. Mit Silvester ist offiziell Schluss. Ab Jahresanfang werden die Maschinen abgebaut.

Das Logo des US-Unternehmens First Solar vor dem Werk in Frankfurt/Oder (Brandenburg). dpa

Das Logo des US-Unternehmens First Solar vor dem Werk in Frankfurt/Oder (Brandenburg).

Frankfurt/OderIn den ostdeutschen Werken des Solarmodulherstellers First Solar mit 1200 Beschäftigten sind am Silvestertag offiziell die Lichter ausgegangen. Regulär war der vergangene Freitag letzter Arbeitstag am Standort in Frankfurt (Oder). Der US-Konzern hatte im Sommer angekündigt, die für Oktober geplante Schließung seiner beiden Werke in Brandenburg bis Ende Dezember aufzuschieben. Die Stilllegung hatte er mit dem Preisdruck am Solarmarkt durch die starke chinesische Konkurrenz und die sinkende öffentliche Förderung begründet. Bis spätestens Ende Mai verlieren alle Beschäftigten ihren Job.

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Knapp 300 von ihnen würden ab kommenden Mittwoch bis etwa Mai den Maschinenpark abbauen, sagte Werksleiter Burghard von Westerholt am Montag auf Anfrage. 600 gehen seinen Angaben zufolge in eine Transfergesellschaft.

Von Westerholt zeigte sich sehr optimistisch, dass die Suche nach einem Investor erfolgreich enden wird. Es gebe ernsthafte Interessenten, sagte er, ohne weitere Details nennen zu wollen. Er hoffe, im ersten Quartal eine spruchreife Lösung vorstellen zu können.

Für die deutsche Solarindustrie häuften sich 2011 und 2012 die Hiobsbotschaften. Preisverfall und sinkender Absatz ließen den Umsatz einbrechen. Mehrere Hersteller mussten den Gang zum Insolvenzgericht antreten, auch weil sie dem Druck der Chinesen nicht mehr standhielten. Experten sehen die Branchenkrise 2013 keineswegs vorbei.

Die Maschinen der First-Solar-Produktion in Frankfurt (Oder) sollen nun zum Teil verschrottet, zum Teil auch eingelagert werden. „Sie können nicht verkauft werden, da sie auf die speziellen Anforderungen bei First Solar zugeschnitten waren“, sagte von Westerholt. Vielleicht habe ein künftiger Investor Interesse an dem Maschinenpark.

Der US-Konzern hatte im vergangenen April die Schließung seiner beiden Werke in der Oderstadt bekanntgegeben. Die Landesregierung setzte die Arbeitsgruppe First Solar ein, der unter anderem Vertreter der Stadt und der Gewerkschaft angehören, um eine Nutzung für das Betriebsgelände und neue Investoren zu finden.

Von

dpa

Kommentare (7)

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31.12.2012, 17:47 Uhr

Die Energiewende ist eine großartige Sache um deutsches Technologie Know-How in die weite Welt zu exportieren - hunderttausende Arbeitsplätze werden im Bereich erneuerbare Energien geschaffen werden und Wohlstand für Alle! So war das Wunschdenken unser Politprominenz. Die Realität sieht komplett anders aus: eine Ökobude nach der anderen wird dicht gemacht, Strom unbezahlbarer und ein irrwitziger Umverteilungsmechanismus wurde dem Volk aufgebürdet.

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31.12.2012, 20:08 Uhr

Länder die konsequent auf Kernenergie setzen, sind die Gewinner. Die Japaner - den Deutschen intelligenzmäßig weit überlegen - haben das erkannt, und wollen nun eine Renaissance der Kernenergie einleiten.
In der BRD geht das Wissen um die Kerntechnik den Bach runter. Kaum ein Maschinenbaustudent befasst sich noch mit dieser Zukunftstechnologie. Industriepolitisch wird die BRD verkümmern.

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01.01.2013, 09:49 Uhr

Die Japaner sind nicht intelligenter als die Deutschen. Das einzige was die Japaner uns Deutschen voraus haben bzw. nicht haben sind Gutmenschen! Wir werden von einem Pack regieret, dass sich für alles entschuldigt, uns andauernd unsere sogenannte historische Verantwortung vorhält, uns nach Strich und Faden ausplündert, den unkontrollierten Zuzug von Sozialparasiten fördert, uns verrät und verkauft und dafür noch Dankbarkeit erwartet. Und was macht der stumpfe Michel. Er nickt alles ab und bedankt sich brav. Die nächste Wahl steht vor der Türe und was wird wohl passieren? 40%+ werden nicht wählen gehen und der Rest wird wieder eine Farbe der Einheitspartei Deutschlands wählen.

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