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31.07.2013

12:48 Uhr

Spanischer Energiekonzern

Endesa befürchtet Einbußen

Der spanische Energieriese Endesa leidet unter einer Reform des Strommarkts in seinem klammen Heimatland. Im ersten Halbjahr sank der Gewinn um knapp drei Prozent. Das Unternehmen will nun Investitionen zurückfahren.

Stürmische Zeiten für Endesa: Die spanische Konjunktur setzt den Konzern unter Druck. AFP

Stürmische Zeiten für Endesa: Die spanische Konjunktur setzt den Konzern unter Druck.

MadridDer spanische Energiekonzern Endesa macht sich auf Einbußen durch die Strommarktreform des rezessionsgeplagten Euro-Landes gefasst. Bis Ende nächsten Jahres sei mit Gewinnminderungen von insgesamt 675 Millionen Euro zu rechnen, teilte das mehrheitlich dem italienischen Versorger Enel gehörende Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Auswirkungen seien weitaus größer als sie das Management erwartet hätten. Endesa wolle nun verstärkt sparen und Investitionen zurückfahren. Die unlängst angekündigte Reform des spanischen Energiemarktes soll staatlich festgelegte Strompreise und Produktionskosten, die zuletzt immer weiter auseinandergingen, wieder in Einklang bringen.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Im ersten Halbjahr sank der Nettogewinn von Endesa auf 1,1 Milliarden Euro. Das sei ein aufs Jahr hochgerechneter Rückgang von 2,8 Prozent, teilte das Unternehmen weiter mit. Positive Sondereffekte im Argentinien-Geschäft wurden demnach aufgezehrt durch Einbußen in der Energieproduktion. Der Betriebsgewinn stieg um ein Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Von

rtr

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