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16.04.2013

02:20 Uhr

Spanischer Fischereikonzern

Pescanova meldet Insolvenz an

Der spanische Fischereikonzern Pescanova hat Insolvenz angemeldet. Er gehört zu den wichtigsten Unternehmen Spaniens. Der Agrarminister des Landes will um das Überleben des Konzerns kämpfen.

Die Zentrale des Fischereikonzerns Pescanova in Redondela (Galizien). dpa

Die Zentrale des Fischereikonzerns Pescanova in Redondela (Galizien).

MadridDer größte Fischereikonzern Europas, Pescanova, ist pleite. Man suche ein Abkommen mit den Gläubigern, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, teilte das Unternehmen am Montag am Firmensitz im Pontevedra im Nordwesten Spaniens mit.

Pescanova beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter und ist einer der größten Lebensmittelkonzerne der iberischen Halbinsel. Zur Fangflotte gehören mehr als 90 Schiffe. Die Gruppe leidet unter anderem stark unter der Wirtschaftskrise in Spanien.

Das Überleben von Pescanova sei für Spanien „absolut notwendig“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt, Miguel Arias Cañete, in einer ersten Reaktion am Abend in Madrid. Er hoffe, dass bald eine Lösung gefunden werden könne, fügte er an.

Seit Wochen sorgt der Konzern für negative Schlagzeilen. Die Pescanova SA hatte bereits Unregelmäßigkeiten bei ihrer Buchhaltung eingeräumt. Die Schulden bei Banken könnten höher sein, als in den Büchern ausgewiesen, und in die Milliarden gehen. Die spanische Finanzmarktaufsicht CNMV gab dem Unternehmen aus Galizien bis Montagmitternacht Zeit, um die Unregelmäßigkeiten zu klären. Am Ende meldete Pescanova Insolvenz an.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

16.04.2013, 04:57 Uhr

Pescanova ist bekannt durch aggressivsten Raubbau in den Weltmeeren. Dort wo die gigantischen Fabrikschiffe einmal herkreuzten, ist alles Leben im Meer verschwunden. Ein Skandal, dass diese Umweltmaffia nun mit deutschem Steuergeld (von dem Spanien letztendlich nur noch lebt) weiterfinanziert werden soll um dem Leben im Meer den Rest zu geben. Unfassbar! Wer für diese Maffia gearbeitet hat, gehört stattdessen hinter Schloss und Riegel!

Ofelas

16.04.2013, 07:02 Uhr

und bisher hat die EU ueber diverse Toepfe diesen Umwelterrorismus nach Kraeften unterstuetzt

Account gelöscht!

16.04.2013, 07:28 Uhr

Aber ist das nicht bei allen Fischereigroßkonzernen so?

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