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07.05.2014

13:18 Uhr

Spanischer Ölkonzern

Repsol beendet Argentinien-Geschäft

Repsol wird sich nicht weiter in Argentinien engagieren. Nach einem Streit mit der Regierung hat der spanische Ölkonzern seine Anteile an der Tochter YPF verkauft. Präsidentin Fernandez verspricht sich viel von der Einigung.

Ein Bild des Repsol-Hauptquartiers in Madrid: Der Öl-Multi beendet sein Argentinien-Engagement. AFP

Ein Bild des Repsol-Hauptquartiers in Madrid: Der Öl-Multi beendet sein Argentinien-Engagement.

MadridDer spanische Ölkonzern Repsol zieht sich nach einem erbitterten Streit mit der Regierung in Buenos Aires aus Argentinien zurück. Ein Anteil von 11,86 Prozent an der verstaatlichten Tochter YPF sei für 1,3 Milliarden Dollar an die US-Bank Morgan Stanley verkauft worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Madrid mit. Repsol hält damit nur noch weniger als 0,5 Prozent an YPF und beendet damit nach 15 Jahren faktisch sein Engagement in Argentinien.

Die Regierung hatte 2012 die Mehrheit am größten Energiekonzern des Landes übernommen. Das Parlament entschied im April, Repsol dafür mit Staatsanleihen im Wert von fünf Milliarden Dollar zu entschädigen. Das ist etwa die Hälfte dessen, was Repsol ursprünglich gefordert hat.

Die innenpolitisch unter Druck geratene Präsidentin Cristina Fernandez verspricht sich von der Einigung mit Repsol einen Befreiungsschlag für die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Der Deal soll durch die Verstaatlichung verschreckte Investoren ins Land locken, um riesige Öl- und Gasvorkommen zu erschließen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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07.05.2014, 16:05 Uhr

"Der Deal soll durch die Verstaatlichung verschreckte Investoren ins Land locken"

Häää? Da drängt man einen ausländischen Investor aus dem Land ung gibt ihm Staatsanleihen auf Ramschniveau. Und das soll andere Investoren ins Land locken?

Argentinien ist ein gutes Beispiel, was uns durch die unseriöse Geld-Politik der EU und EZB droht.

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