Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.11.2013

16:33 Uhr

Sparprogramm

RWE halbiert Mitarbeiterzahl bei erneuerbaren Energien

ExklusivDer Energiekonzern RWE spart drastisch in der Sparte erneuerbare Energien, wie das Handelsblatt aus Konzernkreisen erfuhr. Damit trifft es den Unternehmensteil, den Konzernchef Terium unlängst als Zukunftshoffnung pries.

RWE-Zentrale in Essen: Der Energiekonzern spart in der Zukunftssparte erneuerbare Energien. dpa

RWE-Zentrale in Essen: Der Energiekonzern spart in der Zukunftssparte erneuerbare Energien.

DüsseldorfDie Folgen der Energiewende belasten den Essener Energiekonzern schwer. RWE-Chef Peter Terium plant deshalb selbst bei seinem Zukunftsgeschäft mit erneuerbaren Energien harte Einschnitte. Nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) aus Konzernkreisen hat Terium der Tochter RWE Innogy das Sparprogramm „Fit for Future All“ (FFA) verordnet. Es läuft schon seit Monaten, wird aber aktuell weiter verschärft. Investitionen werden gedrosselt, Kosten gedrückt — und die Mitarbeiterzahl von derzeit 1.500 halbiert.

FFA ist eines von mehreren Sparprogrammen des Konzerns. Insgesamt will Terium die Kosten um rund zwei Milliarden Euro jährlich drücken. Dass aber auch Innogy so stark betroffen ist, überrascht. Schließlich spielt der Bereich in der Zukunftsstrategie des Konzernchefs eine zentrale Rolle.

Medienbericht: RWE will Kraftwerkssparte weiter stutzen

Medienbericht

RWE will Kraftwerkssparte weiter stutzen

Mit vielen Kraftwerken verdient RWE kein Geld. Deswegen will der Energiekonzern die Sparte verkleinern, rund 2500 Stellen will er streichen. Im gesamten Konzern könnten noch mehr Jobs wegfallen.

In einem internen Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt, führt der Bereichsvorstand unter anderem die allgemein schwierige Lage des Gesamtkonzerns an, aber auch „signifikante Mehrausgaben in einigen unserer Projekte, die unsere Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft ebenfalls beschneiden“. Aus diesem Grund müsse Innogy "weitere Möglichkeiten zur Kostensenkung identifizieren.“

So sollen in der Verwaltung die jährlichen Kosten um weitere rund 25 Millionen Euro pro Jahr gesenkt und die Mitarbeiterzahl von 400 auf 200 halbiert werden. Hinzu kommen Stellenstreichungen bei den Bereichen Biomasse und Offshore-Logistik, die RWE Innogy aufgibt. Zugleich will der Konzern 75 Prozent an seinem ersten deutschen Offshore-Windpark „Nordsee 1“ abgeben und drosselt die Entwicklung neuer Projekte bei Offshore-Wind, Onshore-Wind und Wasserkraft.

Von

juf

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.11.2013, 17:08 Uhr

Fuerchterliche Schludrigkeit beim Handelsblatt.

Erst diese Desaster Ueberschrift: RWE halbiert Mitarbeiterzahl (nachtraeglich wurde dann wohl "in Sparte EEG") angehaengt.

und was soll das sein: ENERUERBARE ENERGIEN?

Account gelöscht!

06.11.2013, 17:13 Uhr

Ich habe gerade mal nachgeschaut, RWE beschaeftigt laut Wikipedia 70,860 Menschen, ich bin als RWE Investor hier fast vom Stuhl gefallen ob dieser "Nachrichten".

HofmannM

06.11.2013, 19:34 Uhr

Jetzt habe ich gedacht, dass der Vorstand von RWE bei seiner letzten Pressekonferenz verkündet hat zu 100% auf den Kurs der sog. Erneuerbaren Energieerzeuger zu setzen. Stand sogar ein Artikel darüber hier im Handelsblatt. Und jetzt...eine komplette Kehrtwende?!
Da stimmt doch was nicht...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×