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07.07.2014

14:54 Uhr

Stadtwerke-Konsortium

Hohe Rückstellungen für Kraftwerke verhageln Trianel die Bilanz

Mit konventionellem Strom ist derzeit nur schwer Geld zu verdienen. Das hat 2013 auch der Stadtwerke-Verbund Trianel zu spüren bekommen. Risiko-Rückstellungen für Kraftwerksanteile haben den Gewinn schrumpfen lassen.

Das Gaskraftwerk Trianel in Hamm. Der Konzern ist vor allem in den Bereichen Energiebeschaffung, -handel und -erzeugung tätig. dpa

Das Gaskraftwerk Trianel in Hamm. Der Konzern ist vor allem in den Bereichen Energiebeschaffung, -handel und -erzeugung tätig.

DüsseldorfDer Verfall der Strom-Großhandelspreise hat das Stadtwerke-Konsortium Trianel im vergangenen Jahr zu hohen Rückstellungen gezwungen und ihm damit die Bilanz verhagelt. „Ohne die Rückstellungen (...) hätten wir ein Rekord-Ergebnis von rund 19 Millionen Euro vor Steuern erzielt“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Jörg Vogt am Montag in Düsseldorf.

Die Rückstellungen seien wegen der Marktaussichten eine notwendige Risikovorsorge für die Trianel-Anteile an zwei Kraftwerken und einem Gasspeicher. Der Vorsteuergewinn des Energiedienstleisters lag Ende 2013 letztlich bei 5,1 Millionen Euro (Vorjahr: 5,2 Millionen Euro). Angepeilt waren 10 Millionen Euro. Der Umsatz lag wie im Vorjahr bei gut 2 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Vorsteuergewinn von rund 6 Millionen Euro.

Trianel ist vor allem in den Bereichen Energiebeschaffung, -handel und -erzeugung tätig. Die Gesellschaft betreibt etwa in Nordrhein-Westfalen für Stadtwerke konventionelle Kraftwerke in Lünen (Steinkohle) und Hamm (Gas) sowie einen Gasspeicher in Gronau-Epe. Anfang Juni war unter der Federführung von Trianel der Bau eines kommunalen 200-Megawatt-Windparks im Meer vor Borkum abgeschlossen worden. Er soll nach Angaben von Vogt im Spätsommer ans Netz gehen.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Das Kraftwerk in Lünen gehöre wegen seiner niedrigen Kosten zu den am häufigsten eingesetzten Steinkohlekraftwerken Deutschlands, hieß es weiter. „Ungeachtet dieser hervorragenden Marktpositionierung sind moderne konventionelle Kraftwerke auf Kohle- und Gasbasis allerdings aktuell nicht in der Lage, vollkostendeckend zu arbeiten“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung, Sven Becker.

Die 56 Trianel-Gesellschafter sind vor allem Stadtwerke in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Sie versorgen nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Menschen.

Von

dpa

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