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15.02.2016

06:40 Uhr

Stahlarbeiter in Brüssel

Demonstration gegen Billigkonkurrenz

Quelle:dpa

In der EU-Metropole Brüssel findet heute eine Großdemonstration der europäischen Stahlbranche statt. Die EU-Kommission hat schon Strafzölle wegen Dumpings verhängt. Eine Reihe von Untersuchungen laufen noch.

Die Stahlbranche leidet unter Billigkonkurrenz. Die Arbeiter wollen dagegen heute in Brüssel demonstrieren. dpa

Stahlarbeiter

Die Stahlbranche leidet unter Billigkonkurrenz. Die Arbeiter wollen dagegen heute in Brüssel demonstrieren.

BrüsselTausende Stahlarbeiter wollen in Brüssel aus Protest gegen die Billigkonkurrenz aus China auf die Straße gehen. Der Europäische Stahlverband Eurofer erwartet am Montag (11.30 Uhr) mehr als 5000 Teilnehmer zu der Demonstration.

Erwartet werden laut den Organisatoren Teilnehmer aus 15 Ländern. Aus Deutschland sollen etwa 1500 Stahlarbeiter ins Brüsseler Europaviertel kommen. Die Stahlbranche in Europa ächzt unter einem Verfall der Stahl- und Rohstoffpreise. Branchengrößen wie ArcelorMittal und Thyssenkrupp kämpfen mit dem schwierigen Umfeld.

In einem Brandbrief hatten Deutschland und sechs weitere Länder die EU zum Handeln aufgefordert. Die heimische Industrie müsse gegen "unfaire Handelspraktiken" geschützt werden, hieß es.

Die EU-Kommission hatte am Freitag bestimmte Stahlerzeugnisse aus China und Russland mit Einfuhrzöllen belegt. Es geht um sogenannte kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse. Bei drei weiteren Stahlprodukten aus China leitete die Brüsseler Behörde Anti-Dumping-Untersuchungen ein. Dabei soll festgestellt werden, ob ausländische Erzeugnisse in Europa zu einem künstlich niedrigen Preis verkauft werden.

Bei einer Konferenz der EU-Kommission am Montag (10.00 Uhr) in Brüssel soll zudem über die Lage des Stahlsektors und anderer energieintensiver Industrien diskutiert werden. Teilnehmen werden unter anderem EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska, Minister aus mehreren EU-Staaten und Vertreter verschiedener Branchen.

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