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06.11.2014

10:10 Uhr

Stahlhändler in Bedrängnis

Klöckner& Co muss dem Preisdruck Tribut zollen

Der Bedarf für Stahl schrumpft, die Preise sind im Keller. Für Händler wie Klöckner & Co ist das eine starke Belastung, die Duisburger korrigieren ihre Gewinnerwartung. Doch zuletzt gab es auch einen Hoffnungsschimmer.

Silberne oder gar goldene Zeiten erlebt Klöckner & Co mit seinem Stahlgeschäft in der Duisburger Firmenzentrale aktuell nicht – da hilft auch der Name des Hauptsitzes nicht. dpa

Silberne oder gar goldene Zeiten erlebt Klöckner & Co mit seinem Stahlgeschäft in der Duisburger Firmenzentrale aktuell nicht – da hilft auch der Name des Hauptsitzes nicht.

DüsseldorfDer Stahlhändler Klöckner & Co hat seine Erwartungen an das Geschäftsjahr wegen des Preisdrucks etwas heruntergeschraubt. Für 2014 wird nun ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 190 bis 200 Millionen Euro anvisiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zuletzt hatte sich KlöCo bis zu 210 Millionen Euro zugetraut. Dem Konzern machten jedoch die rückläufigen Stahlpreise in den USA zu schaffen. Es bleibe aber dabei, dass KlöCo für 2014 eine Dividende zahlen wolle.

Im dritten Quartal konnten die Duisburger ihren Umsatz und das operative Ergebnis etwas stärker als vom Markt erwartet steigern. Die Erlöse kletterten um 75 Millionen Euro auf 1,675 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) kletterte um 64 Prozent auf 59 Millionen Euro. Für das vierte Quartal stellte Vorstandschef Gisbert Rühl allerdings einen gegenüber dem dritten Quartal niedrigeren Absatz und ein Ebitda von nur noch 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Von

rtr

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