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09.05.2014

08:55 Uhr

Stahlhersteller

Für Arcelor Mittal geht es aufwärts

Nach jahrelanger Talfahrt kann der Stahlhersteller Arcelor Mittal aufatmen: Der Gewinn vor Steuern steigt im ersten Quartal. Unter dem Strich steht aber ein Verlust. An der Konzernspitze herrscht trotzdem Optimismus.

Ein Schmelzer misst die Temperatur: Europa und die USA erhalten etwa zwei Drittel des Stahls von Arcelor Mittal. dpa

Ein Schmelzer misst die Temperatur: Europa und die USA erhalten etwa zwei Drittel des Stahls von Arcelor Mittal.

LuxemburgBeim weltgrößten Stahlhersteller Arcelor Mittal geht es nach jahrelanger Talfahrt langsam aufwärts: Im ersten Quartal stieg der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahresviertel um 12 Prozent auf 1,75 Milliarden US-Dollar (1,26 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Unter dem Strich stand aber erneut ein Verlust von 205 Millionen Dollar - nach 345 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Umsatz blieb mit 19,8 Milliarden Dollar stabil.

Der Konzern bekräftigte, dass er 2014 ein Ebitda von rund acht Milliarden Dollar (2013: 6,9 Milliarden Dollar) erzielen wolle. „Wir bleiben vorsichtig optimistisch für den Rest des Jahres“, sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Schwächere Konjunkturaussichten in wichtigen Schwellenländern bremsen dem Stahlriesen zufolge den weltweiten Nachfragezuwachs. In diesem Jahr werde der Gesamtbedarf zwischen 3,0 und 3,5 Prozent zulegen, prognostizierte der Weltmarktführer. Bisher war er von einem Plus zwischen 3,5 und 4,0 Prozent ausgegangen. Hintergrund sei, dass die Märkte in China und Russland schwächelten.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Arcelor Mittal verkauft 85 Prozent seiner Produktion in Europa und Amerika. Die Aussichten für diese Kernmärkte seien ermutigend, erklärte Arcelor Mittal weiter. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben bei seiner Gewinnprognose darauf, drei Prozent mehr Stahl und 15 Prozent mehr Eisenerz verkaufen zu können.

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