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23.05.2013

15:32 Uhr

Stahlkonzern

Voestalpine baut Deutschlandgeschäft aus

Bis 2020 wollen die Österreicher ihren Umsatz um knapp acht Milliarden Euro aufstocken – ein ehrgeiziges Ziel. Dazu sollen nicht zuletzt an den deutschen Standorten Investitionen in die Verarbeitungsstraßen erfolgen.

Ein Voestalpine-Werk in Donawitz, Österreich: Verarbeitungskapazitäten sollen ausgebaut werden. Reuters

Ein Voestalpine-Werk in Donawitz, Österreich: Verarbeitungskapazitäten sollen ausgebaut werden.

DüsseldorfDer österreichische Stahlkonzern Voestalpine will sein Geschäft in Deutschland deutlich ausbauen. Von einem bis 2020 geplanten Wachstum des Umsatzes von derzeit rund 12,1 Milliarden Euro auf bis zu 20 Milliarden Euro solle etwa ein Drittel auf Deutschland entfallen, kündigte Voestalpine-Chef Wolfgang Eder am Donnerstag in Düsseldorf an. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren in Deutschland kontinuierlich den Umsatz erweitern“, sagte Eder.

Derzeit beschäftigt das nach Arcelor Mittal und Thyssen-Krupp drittgrößte Stahlunternehmen in Europa an über 50 Standorten in Deutschland rund 8300 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro entfällt heute bereits ein knappes Drittel des Konzernumsatzes auf Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren habe sich der Umsatz des Unternehmens in Deutschland damit bereits vervierfacht, sagte Eder.

Der Voestalpine-Chef kündigte weitere Investitionen auch in Deutschland an. Geplant sei ein Ausbau der Verarbeitungskapazitäten. Angesichts von massiven Überkapazitäten bei der Produktion werde man nicht neue Stahlkapazitäten investieren.

Eder, der auch Präsident des europäischen Stahlverbands Eurofer ist, bezifferte die aktuellen Überkapazitäten in der europäischen Stahlindustrie auf „20 bis 25 Prozent“. Bei einer jährlichen Gesamtproduktion in Europa von 210 bis 215 Millionen Tonnen entspreche dies etwa 40 bis 50 Millionen Tonnen, sagte er.

Von

dpa

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