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28.03.2013

01:21 Uhr

Startverzögerung

Benzinpreis-Meldestelle wird zum Spätzünder

Vor der Fahrt in die Sommerferien alle Benzinpreise online abrufen? Daraus wird wohl nichts. Einem Zeitungsbericht zufolge wird die neue Meldestelle für Benzinpreise später starten als geplant.

Die Preisdaten der Markttransparenzstelle sollen kostenlos an Verbraucher weitergegeben werden. economy.one

Die Preisdaten der Markttransparenzstelle sollen kostenlos an Verbraucher weitergegeben werden.

BerlinDie neue Meldestelle für Benzinpreise beim Bundeskartellamt könnte ihre Arbeit einem Zeitungsbericht zufolge erst später aufnehmen als bislang geplant.

Der bisher für die Jahresmitte vorgesehene Starttermin für die sogenannte Markttransparenzstelle gelte als nur noch schwer zu halten, berichtete die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Angaben aus der Kartellbehörde und aus der Mineralölbranche. Möglicherweise könne die Meldestelle ihre Arbeit erst am Jahresende aufnehmen.

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Grund für die mögliche Verzögerung sei die "komplizierte technische Umsetzung", schrieb die Zeitung. Eine Kartellamtssprecherin sagte "Bild", der Start werde "im Laufe des Jahres" erfolgen. Auch das Datum für den Beginn der Testphase stehe noch nicht fest.

Tankstellenbetreiber in Deutschland müssen künftig ihre Kraftstoffpreise bei jeder Änderung und in Echtzeit an die neue Meldestelle übermitteln. Diese soll die Angaben der mehr als 14.000 Tankstellen kostenlos an Informationsdienste für Verbraucher weitergeben. Die Daten sollen Autofahrer online abrufen können.

Die Meldestelle soll den Wettbewerb zwischen den Tankstellen verschärfen. Zudem soll das Kartellamt besser gegen Kartellrechtsverstöße vorgehen können, etwa wenn Mineralölkonzerne Benzin und Diesel teurer an freie Stationen verkaufen als an eigene Tankstellen.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

28.03.2013, 07:39 Uhr

Benzinpreis-Meldestelle wird zum Spätzünder ! Hat jemand etwas anderes erwartet ? Ich nicht. Wenn die Politik etwas in die Hand nimmt, geht es schief. Das kennen wir mittlerweile zur Genüge. Und warum sollen die sich beeilen ? Wenn die Transparenzstelle einegrichtet ist, werden die Einnahmen weniger, weil der Verbraucher sich besser orientieren kann. Weniger Einnahmen = weniger Steuern. Alles klar !

Wenn die Politik und das Kartellamt im Jahr 2000 nicht gepennt und die Fusion der großen Mineralölunternehmen untersagt hätten, wäre diese Transparenzstelle heute gar nicht norwendig, weil genügend Wettbewerb vorhanden. Aber damals war man wie immer kurzsichtig und hat dafür die Probleme von heute geschaffen. Mit dem Mineralöl ist es wie mit dem Wasser. wer auf der Quelle sitzt, hat die Marktmacht !

Verbrauer

28.03.2013, 08:24 Uhr

Meister, hier liegen Sie falsch, die Steuer wird auf den Liter erhoben, nicht auf den "Nettopreis".
Damit ist das Argument der höheren Einnahnen hinfällig!
Quelle Wikipedia:

Benzin (Schwefelgehalt kleiner/gleich 10 mg/dm³): 65,45 ct/l (etwa 7,3 ct/kWh)
Diesel bzw. Gasöl (Schwefelgehalt kleiner/gleich 10 mg/dm³): 47,04 ct/l (etwa 4,7 ct/kWh)

Account gelöscht!

28.03.2013, 08:38 Uhr

Je höher der Benzinpreis, desto besser für den Staat. Klar, die oben erwähnten Steuern werden auf den Liter erhoben, aber es gibt ja auch noch die nicht zu vernachlässigende MWSt. Die Regierung kann gar kein Interesse an niedrigen Spritpreisen haben!

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