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02.12.2014

19:03 Uhr

Statoil

Mehr Erdgas für Deutschland

ExklusivDer norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil will in Zukunft mehr Gas nach Deutschland liefern. Es gehe aber nicht darum, Nutznießer der Spannungen im europäisch-russischen Verhältnis zu werden, betont das Unternehmen.

Statoil gehört zu 67 Prozent dem norwegischen Staat. Reuters

Statoil gehört zu 67 Prozent dem norwegischen Staat.

BerlinNorwegen will für die deutsche Gasversorgung in Zukunft eine deutlich wichtigere Rolle spielen. Sein Unternehmen könne „etwa 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas zusätzlich an langfristigen Lieferverpflichtungen nach Deutschland eingehen“, sagt Rune Bjørnsen, beim norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil zuständig für das Exportgeschäft, dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Damit hätte Statoil seine Lieferungen auf 35 Milliarden Kubikmeter mehr als verdoppelt. Statoil gehört zu 67 Prozent dem norwegischen Staat.

Norwegen lag 2013 mit einem Anteil von 20 Prozent auf Platz drei der Erdgasimporte nach Deutschland. Auf Platz eins liegt Russland (38 Prozent), dahinter die Niederlande (26 Prozent). Statoil will aber den Eindruck vermeiden, Nutznießer der Spannungen im europäisch-russischen Verhältnis zu werden. Russland sei „ein sehr verlässlicher Lieferant für Europa“, betonte Bjørnsen.

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Kommentare (3)

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Herr Holger Narrog

02.12.2014, 20:14 Uhr

Hat Norwegen solche Überkapazitäten?

Herr Josef Schmidt

03.12.2014, 10:20 Uhr

Man baut eine teuere Pipeline nach Russland um dann wieder Gas aus Norwegen zu importieren.

Auf so eine dämliche Idee kann nur die EU kommen. Wahrscheinlich werden wir nun Quoten bekommen wieviel Gas woher wir beziehen dürfen.

Herr Georg Bäuml

08.12.2014, 11:07 Uhr

Anmerkung zur Öl- und Gasförderung in der Nordsee:
1) Die Öl- und Gasförderung hat zwar ihren Höhepunkt bereits vor einigen Jahren überschritten, aber es werden ständig neuere kleinere Funde entdeckt, die noch ca. 20 Jahre ausgebeutet werden können.
2) Übrigens sind hier die Stadtwerke München mit ihrer Tochter Bayerngas Norge mit bereits sechs produzierenden Feldern und 50 Explorationslizenzen sehr erfolgreich (allerdings wird das Gas dadurch nicht günstiger, da der Staat Norwegen entprechende Steuern erhebt).
3) Die Nord Stream Pipeline wird voll ausgelastet sein. Durch den Wegfall von South Stream und der EU-Pipeline Nabucco wird sogar erwogen eine zweite Parallelleitung zu bauen.
4) Gewinner sind die Anliegerstaaten GB, Holland, DK und vor allem Norwegen (Norwegen hat bekanntlich keine Staatsschulden und rein rechnerisch hat jeder Norweger durch Staatsfonds und weltweiten Beteiligungen eine Mio. Euro Guthaben)

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