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14.04.2016

17:24 Uhr

Steag

Energiekonzern prüft Abschaltung von Kohlekraftwerken

Acht Steinkohlekraftwerke betreibt der Essener Energiekonzern Steag in Deutschland. Doch die Erträge der Sparte gehen drastisch zurück. Deshalb prüft das Unternehmen die Abschaltung mehrerer Kraftwerksblöcke.

Steag ist der fünftgrößte deutsche Stromerzeuger. Doch die sinkenden Preise im Heimatmarkt setzen den Konzern zunehmen unter Zugzwang. dpa

Stromriese

Steag ist der fünftgrößte deutsche Stromerzeuger. Doch die sinkenden Preise im Heimatmarkt setzen den Konzern zunehmen unter Zugzwang.

EssenDer Essener Energiekonzern Steag steht wegen des Verfalls der Börsenstrompreise vor scharfen Einschnitten und prüft die Abschaltung mehrerer Steinkohle-Kraftwerksblöcke. Konkrete Standortentscheidungen seien noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher am Donnerstag anlässlich der Jahresbilanz. Als besonders gefährdet gelten unter anderem zwei ältere Blöcke in Voerde am Niederrhein und ältere Blöcke in Herne und Lünen im Ruhrgebiet. Steag ist einer der größten Stromproduzenten Deutschlands und betreibt bundesweit acht Steinkohlekraftwerke, davon drei im Saarland.

2015 seien die Erträge aus Stromerzeugung und -handel im Inland bereits um 14 Prozent zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit. Steag schrieb für ältere Steinkohlekraftwerke zweistellige Millionenbeträge ab. Künftig werde sich die Ertragslage noch deutlich eintrüben, hieß es. Die Mitarbeiterzahl ging bereits 2015 um etwa acht Prozent auf gut 5900 zurück. „Steag wird in den kommenden Jahren noch stärker unter Druck geraten als bislang“, sagte Unternehmenschef Joachim Rumstadt laut Mitteilung. „Der immense Verfall beim Strompreis belastet vor allem unser Inlandsgeschäft.“

2015 lag das operative Ergebnis (Ebitda) mit knapp 400 Millionen Euro noch einmal knapp über dem Vorjahr. An die Eigentümer – sieben Stadtwerke aus dem Ruhrgebiet – würden 80 Millionen Euro ausgeschüttet, hieß es. Steag profitiert dabei von gewinnträchtigen Kraftwerken im Ausland, etwa in der Türkei und auf den Philippinen, betreibt im Ausland Kraftwerke für Dritte und investiert in Erneuerbare Energien. Auf diese Felder will sich der Konzern künftig verstärkt konzentrieren.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Von

dpa

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