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13.08.2014

18:04 Uhr

Streit mit der Ukraine

Krise drückt Gewinn bei Gazprom

Unbezahlte Rechnungen und hohe Steuern: Russlands größter Gasförderer Gazprom spürt die Folgen der Ukraine-Krise, sein Gewinn sinkt erheblich. Bereits seit Juni liefert Gazprom nicht mehr in die Ukraine.

Mehr als fünf Milliarden US-Dollar Gasschulden hat Kiew noch bei Gazprom, im Juni stellte der russische Gasförderer die Lieferung in die Ukraine ein. Reuters

Mehr als fünf Milliarden US-Dollar Gasschulden hat Kiew noch bei Gazprom, im Juni stellte der russische Gasförderer die Lieferung in die Ukraine ein.

MoskauDie Ukraine-Krise schlägt sich mit einem erheblichen Gewinnrückgang in der Bilanz von Russlands größtem Gasförderer Gazprom nieder. Der Staatsmonopolist habe in den ersten sechs Monaten etwa 38 Prozent weniger erwirtschaftet als vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge mit. Der Überschuss betrug demnach 154,9 Milliarden Rubel (3,2 Milliarden Euro).

Hauptgrund des Rückgangs sei der Streit mit der Ukraine um unbezahlte Rechnungen, hieß es. Gazprom hatte die Lieferungen an die frühere Sowjetrepublik Mitte Juni eingestellt, nachdem die Regierung in Kiew ihre Gasschulden von mehr als fünf Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) nicht getilgt hatte. Analysten sprachen auch von deutlich höheren Steuerzahlungen, die Gazprom zuletzt leisten musste.

Der Umsatz sei um fast 10 Prozent auf 2,1 Billionen Rubel gestiegen, hieß es in dem Bericht, dem der russische Rechnungslegungsstandard (RAS) zugrunde liegt. Ursache dafür waren Wechselkursschwankungen sowie eine Rubel-Schwäche. Viele Gazprom-Kunden zahlen in Dollar. Der Vorsteuergewinn rutschte um 19 Prozent auf 282,5 Milliarden Rubel ab.

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dpa

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