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11.06.2014

12:11 Uhr

Stromgeschäft

Neuer Ärger für Eon in Brasilien

Das Stromgeschäft in Brasilien macht Eon auch weiterhin das Leben schwer. Ein neues Gaskraftwerk wird einfach nicht fertig, der Konzern muss teuren Ersatzstrom einkaufen. Zusätzlich drohen Strafen.

Der Eingang der Zentrale des Energiekonzerns Eon in Düsseldorf: Eon-Chef Johannes Teyssen will das Wachstum des in Deutschland durch die Energiewende gebeutelten Konzerns in neuen Märkten im Ausland vorantreiben. dpa

Der Eingang der Zentrale des Energiekonzerns Eon in Düsseldorf: Eon-Chef Johannes Teyssen will das Wachstum des in Deutschland durch die Energiewende gebeutelten Konzerns in neuen Märkten im Ausland vorantreiben.

DüsseldorfDer Energiekonzern Eon kämpft in seinem Brasiliengeschäft erneut mit Problemen. Wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung des Gaskraftwerks Parnaiba 2 im Nordosten des Landes müsse die Eon-Beteiligung Eneva womöglich teuren Ersatzstrom einkaufen, teilten die Düsseldorfer am Mittwoch mit. Zudem drohten Strafen durch den Regulierer. Beides versuche Eneva derzeit in Gesprächen mit der Behörde abzuwenden. Die „Rheinische Post“ hatte über den Fall berichtet. Der brasilianischen Firma drohe eine Strafe im hohen zweistelligen Millionenbereich. Eon bestätigte die Summe nicht. „Es gibt keine offizielle Schätzung“, sagte eine Sprecherin. Eon hält derzeit rund 38 Prozent an Eneva.

Das Kraftwerk Parnaiba besteht aus vier Blöcken. Bis auf einen seien alle in Betrieb, erklärte Eon. Eneva hatte einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, wonach Block 2 ab April Strom liefern sollte. Doch die Gasversorgung der Anlage wurde nicht rechtzeitig fertig. Dies könne bis Ende des Jahres nachgeholt werden. Eneva will Eon zufolge nun erreichen, dass auch der vereinbarte Lieferbeginn verschoben wird. Strom einzukaufen sei derzeit auf dem brasilianischen Markt teuer. Das Land sichere seine Versorgung mit zahlreichen Wasserkraftwerken. Wegen einer Dürre seien die Preise in die Höhe geschossen.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Eon-Chef Johannes Teyssen will das Wachstum des in Deutschland durch die Energiewende gebeutelten Konzerns in neuen Märkten im Ausland vorantreiben. Neben der Türkei setzt er dabei - ungeachtet der Skepsis von Anleger- und Arbeitnehmervertretern - auf Brasilien. Der Ausflug nach Südamerika wird für den Konzern immer teurer. Erst kürzlich hatte Eon zugesagt, Eneva im Zuge einer Kapitalerhöhung mit weiteren 200 Millionen Euro auf die Sprünge zu helfen. Die Beteiligung der Düsseldorfer wird dadurch weiter steigen, soll aber unter 50 Prozent bleiben. Damit hätte Eon bereits 1,3 Milliarden Euro in den Aufbau des Geschäfts investiert, das bislang rote Zahlen schreibt. 2013 hatte der größte deutsche Energiekonzern rund 340 Millionen Euro darauf abgeschrieben.

Von

rtr

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