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13.09.2017

17:15 Uhr

Stromnetz

Aufrüstung soll Bürger um 200 Millionen Euro entlasten

Die Bundesregierung will die Strom-Leitungen aufrüsten und Stromkunden entlasten. Die jährlichen Einsparungen bei den Netzkosten sollen bei gut 200 Millionen Euro liegen. Auch die Netz-Betreiber wollen sich beteiligen.

Die jetzt geplante Verbesserung des Netzes soll in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden. dpa

Starkstromleitung

Die jetzt geplante Verbesserung des Netzes soll in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden.

BerlinDie Bundesregierung und die Netz-Betreiber wollen die Strom-Leitungen leistungsfähiger machen und so die Stromkunden entlasten. Die jährlichen Einsparungen bei den Netzkosten liege bei über 200 Millionen Euro, heißt es im Entwurf eines gemeinsamen Konzeptpapiers, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Es listet eine Reihe von Verbesserungen im Betriebsablauf sowie Verstärkungen von Leitungen an Engpässen auf, mit der die bestehenden großen Strom-Trassen deutlich leistungsfähiger werden sollen. Damit könnte dann etwa zu Starkwindzeiten die Abschaltung von Windkraftanlagen reduziert werden. Die Betreiber werden derzeit dafür entschädigt. Dies sowie weitere Netzeingriffe kosten jährlich bis zu einer Milliarde Euro, die über die Stromrechnung von allen Kunden bezahlt werden.

Das Konzeptpapier ist von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) sowie dem „Büro für Energiewirtschaft“ (BET) entwickelt worden und greift auf Vorschläge der vier großen Netzbetreiber Tennet, Amprion, 50Hertz sowie TransnetBW zurück.

Im Vorwort macht das Bundeswirtschaftsministerium deutlich, dass die Aufrüstung der bestehenden Leitung keineswegs den Neubau der großen Nord-Süd-Stromtrassen ersetzen könne. Diese seien weiter nötig, um die stetig wachsenden Mengen erneuerbarer Energien – vor allem des Windstroms – in die Industrieregionen im Süden und Westen zu transportieren. Allerdings wird dies noch Jahre dauern, auch weil wegen des Widerstands von Bürgern ein großer Teil der Leitungen nun unter der Erde verlaufen soll. Diese Erdverkabelung ist nicht nur teurer, sondern dauert erheblich länger.

Die jetzt geplante Verbesserung des Netzes soll daher in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden. Neben einer besseren Steuerung des Netzes soll vor allem an Engpässen gearbeitet werden: „Ein zentraler Punkt sind bauliche Zwischenmaßnahmen, die die Leistungsfähigkeit des Netzes direkt erhöhen.“ Vereinbart wurde zudem die Erforschung und der Test neuer Technologien, die die Leistungsfähigkeit des Netzes nach 2023 weiter erhöhen sollen.

Von

rtr

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