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24.02.2015

07:33 Uhr

Studie

Solarstrom wird billiger

ExklusivSolaranlagen produzieren schon heute Strom, deren Kosten auf dem Niveau neuer Kohle- und Gaskraftwerke liegt. Billiger als Atomkraft ist die Sonnenenergie längst. Und die Preise werden weiter fallen.

Solaranlage auf einem Privathaus: Die Kosten werden weiter sinken. obs

Solaranlage

Solaranlage auf einem Privathaus: Die Kosten werden weiter sinken.

DüsseldorfBis 2025 werden die Produktionskosten für Solarstrom in Mittel- und Südeuropa auf vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde sinken. Bis 2050 dürften sie weiter fallen - auf zwei bis vier Cent. So lautet die Prognose in einer Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Auftrag von Agora Energiewende, die dem Handelsblatt (Dienstagausgabe) vorab vorliegt.

„Die Studie zeigt, dass Solarenergie viel schneller billig geworden ist und auch weiterhin billiger wird, als die meisten Experten bislang prognostiziert haben“, sagte Patrick Graichen, Direktor bei Agora, einer Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation.

Die Kosten für Solarstrom sind schon in den vergangenen Jahren deutlich gefallen. Schon heute produzieren große Solarkraftwerke in Deutschland den Strom für weniger als neun Cent pro Kilowattstunde, hat das ISE ausgerechnet. Damit sinkt das Preisniveau auf das neuer Kohle- und Gaskraftwerke. Das liegt laut Studie heute bei fünf bis zehn Cent pro Kilowattstunde. Strom aus neuen Atomkraftwerken kostet demnach bis zu elf Cent.

Von

wt

Kommentare (20)

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Herr Holger Narrog

24.02.2015, 07:57 Uhr

Die Aussagen in der Überschrift des Artikels sind bewusst falsch. Es handelt sich um einen Artikel der "Lügenpresse".

Die abgeschriebenen, umweltfreundlichen Kernkraftwerke haben Betriebskosten von ca. 2c/kWh (ohne Brennelementsteuer*). Die Subventionssätze für umweltschädliche Solarstrom betragen je nach Anlagengrösse knapp 10c/kWh. Die Kosten aus Neuanlagen in den Ländern die KKW in grösserer Anzahl bauen, China, Indien, Russland... liegen deutlich unter den Subventionssätzen für Solarenergie, lediglich in der EU liegen die Werte über diesen Subventionssätzen.

Die Kosten für Kohlestrom liegen bei ca. 3c/kWh Betriebskosten zzgl. Investitionen insgesamt bei 30 Jahren Abschreibung bei ca. 5 - 7c/kWh.

Bewusst wurde auch verschwiegen, dass Solarstrom gem. den Launen des Wetters anfällt und damit in einem bedarfsgesteuertem Netz nahezu wertlos ist.

*Die sog. Brennelementsteuer wurde 2011 implementiert und ist ziemlich willkürlich. Aufgrund handwerklicher Fehler im Gesetz ist diese Gegenstand diverser Gerichtsprozesse. Allerdings würde auch diese die Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht wesentlich ändern.

Herr Peter Noack

24.02.2015, 08:02 Uhr

Leider wird kein Bezug genommen, wie derzeit Subventionen für Steinkohle und Atomkraft sowie offshore Windkraft eingepreist werden. Welcher Verbraucher soll noch Atomstrom für 19 Cent je kWh bezahlen, wenn Solarstrom für 6 Cent selbst erzeugt werden kann? Das gilt dann auch für Windstrom. Werden bald alle Unternehmen ihren Strom selbst erzeugen? Was soll dann aus den Versorgern werden? Wie teuer Strom in klein und mittelgroßen Gasgeneratoren sein wird, kann an jedem Benzingenerator für den Garten abgelesen werden. Der umstrittene Atomausstieg wird sich für Deutschland als wirtschaftlicher Erfolg erweisen. Das werden die Pläne zu neuen Atomkraftwerken sehr bald zeigen. Den ersten Beweis dafür liefert Finnland.

Herr Peter Noack

24.02.2015, 08:10 Uhr

Wie teuer muss der Strom des neuen AKW in Finnland sein, damit sich die Investition rentiert? Wird man bald Atomstrom verschenken müssen, damit er abgenommen wird, wie das heute mit Solarstrom der Fall ist? Bei ihrem Preis für Atomstrom sind nur abgeschriebene Anlagen betrachtet. Sie wollen diese Anlagen wohl ewig betreiben, oder Herr Narrog? Mit abgeschriebenen Anlagen können Sie zusätzlichen Strombedarf nicht decken, oder doch?

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