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01.02.2013

12:43 Uhr

Tarifkonflikt

Eon-Mitarbeiter wollen streiken

Der Tarifkonflikt beim Energieversorger Eon eskaliert. Am Montag wollen die Mitarbeiter das erste Mal in der Unternehmensgeschichte streiken – unbefristet. Die Parteien liegen nach wie vor weit auseinander.

Hat momentan viele Baustellen im Unternehmen: Eon-Chef Johannes Teyssen. dpa

Hat momentan viele Baustellen im Unternehmen: Eon-Chef Johannes Teyssen.

DüsseldorfDie Beschäftigten des Energiekonzerns Eon wollen wegen des Tarifstreits am Montag erstmals in der Unternehmensgeschichte in einen unbefristeten Streik treten. Auf der Urabstimmung hätten sich 91,4 Prozent der Mitglieder für den Arbeitskampf ausgesprochen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitag mit. Gestreikt werden solle sowohl im Bereich der Energieerzeugung als auch im Kundenservice und der Abrechnung, hieß es. Fernwärmelieferungen würden jedoch aufrechterhalten, so dass Kunden „nicht befürchten müssten, dass sie im Kalten sitzen“. Die Bürger müssten keine Versorgungsengpässe befürchten.

Die Arbeitgeber hätten bis zum Schluss kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE fordern für die rund 30.000 Beschäftigten von Eon in Deutschland 6,5 Prozent mehr Lohn. Eon hatte zuletzt 1,7 Prozent angeboten.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Eon teilte mit, das Unternehmen werde sich auf Arbeitsniederlegungen vorbereiten. Der Konzern werde „alles dafür tun, damit es möglichst nicht zu Einschränkungen der Versorgungssicherheit für Kunden und Verbraucher kommt“, erklärte Personalvorstand Regine Stachelhaus. Das Unternehmen hoffe aber darauf, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter „noch vor Beginn eines möglichen Streiks an den Verhandlungstisch zurückkehren und eine für beide Seiten tragbare Lösung erreichen können“.

Kommentare (4)

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Benjamin.Froemel

01.02.2013, 13:49 Uhr

Aaaaalso diese Mitarbeiter soll einer verstehen. Der Konzern befindet sich in der größten Krise der Unternehmensgeschichte und die aus der Historie schon gut bezahlten Mitarbeiter von Energiekonzernen bekommen nicht genug.
E.on benötigt nach den letzten Zahlen und der erdrückenden Schuldenlast, finanziellen Spielraum für Wachstum respektive Umstrukturierung durch die Energiewende. Die Mitarbeiter sollten dem Konzern Solidarität beweisen und nicht durch die Förderung von 6,5 Prozent ihn aushöhlen.
Ein unbefristeter Streik auf Grundlage von einer Forderung einer Tariferhöhung in dieser Höhe ist unglaublich. Die Gewerkschaft lässt den Anschein wecken hier nur überzogene Forderungen zu stellen anstatt für die Mitglieder gut zu verhandeln.

Thomas.W.xx

01.02.2013, 13:59 Uhr

Dem Konzern geht es aktuell richtig schlecht. Der Gewinn ist wegen der Abschaltung der Atomkraftwerke, der Brennelementesteuer, der Überkapazitäten von "grünem" subventionierten Ökostrom der "Energiewende" zusammengeschrumpft. Und die ohne sehr gut bezahlten Mitarbeiter des Versorgers wollen 6,5 % mehr Geld ???? 10 % Gehaltsverzicht wären wohl eher angemessen.

Ichbinsdoch

01.02.2013, 15:39 Uhr

Dem Konzern geht es schlecht?
Nach Jahrelangem Schlaraffenland für die Aktionäre, Personalabbau und Einschnitte für die Angestellten....
....was von "da oben" an Parolen kommt, wie schlecht es dem Unternehmen doch geht usw....sind doch die Standart-Parolen um die Mitarbeiter ruhig zu halten.
Sollen die, mitnehmen was zu kriegen ist, denn der Dumme ist nachher eh der kleine Arbeitnehmer. Also zuschlagen und holen was zu holen ist.
Anders machen´s die Unternehmen doch auch nicht.
Sollen die mal Ihre eigene Medizin schlucken

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