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25.02.2013

13:07 Uhr

Tarifkonflikt

RWE einigt sich mit Gewerkschaften

VonDana Heide

Nun ist es offiziell: Wie die Gewerkschaften mitteilten, ist der Tarifkonflikt beim Energieversorger RWE beigelegt. Bereits am Freitag hieß es aus Kreisen, dass sich die Parteien auf höhere Löhne verständigt haben.

Zentrale des Essener Energieversorgers RWE: Die Mitarbeiter des Unternehmens bekommen nach Tarifverhandlungen mehr Geld. dapd

Zentrale des Essener Energieversorgers RWE: Die Mitarbeiter des Unternehmens bekommen nach Tarifverhandlungen mehr Geld.

Düsseldorf Mehr Geld für die Mitarbeiter des Energieversorgers RWE: Nach wochenlangen Tarifverhandlungen, in dessen Verlauf die Gewerkschaften auch mit Streik gedroht hatten, haben sich die Parteien in der vierten Runde geeinigt, wie die Gewerkschaft IG BCE heute mitteilte.

Die Entgelte der 50.000 Beschäftigten stiegen in zwei Stufen um 2,75 und 1,75 Prozent, außerdem gebe es zwei Einmalzahlungen von je 250 Euro, hieß es. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei zunächst bis Ende 2014 verlängert, Verhandlungen über eine Anschlussregelung werden unverzüglich aufgenommen. Die Übernahme von Ausgebildeten wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften zeitnah regeln.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Ursprünglich hatten die Arbeitnehmervertretungen Verdi und IG BCE für die 30.000 RWE-Beschäftigten in Deutschland sechs Prozent mehr Lohn und die Verlängerung der Beschäftigungssicherung um zehn Jahre gefordert.

IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sagte in einem Statement: „Das war keine einfache Runde und alles andere als ein Selbstläufer. Der Abschluss ist insgesamt tragfähig, die Komponenten sind in sich stimmig.“ In der Tarifkommission sei das Ergebnis auf „breite Zustimmung“ gestoßen.

Erst am Donnerstag hatte es auch im Tarifkonflikt vom RWE-Konkurrenten Eon eine Einigung gegeben. Die Eon-Mitarbeiter hatten ebenfalls mit einer Arbeitsniederlegung gedroht, falls es zu keinem Kompromiss kommt.

Arbeitnehmer in der Branche sind jedoch eher zahm bei Tarifverhandlungen, bisher hat es noch nie Streiks bei einem Energieversorger gegeben.

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