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03.10.2015

12:45 Uhr

Thyssen-Krupp

Stahlsparte soll zusätzlich 100 Millionen Euro jährlich sparen

Auf die Stahlsparte von Thyssen-Krupp kommen erneut deutliche Einschnitte zu. Der Konzern will pro Jahr „mindestens 100 Millionen Euro zusätzlich“ einsparen. Ein Kurzarbeitsprogramm sei bis 2018 vereinbart.

Die Stahlsparte von Thyssen-Krupp muss noch rigoroser sparen. dpa

Branceh unter Druck

Die Stahlsparte von Thyssen-Krupp muss noch rigoroser sparen.

FrankfurtThyssen-Krupp plant ein neues Sparprogramm für seine Stahlsparte. „Wir werden auch in den nächsten Jahren sehr genau auf unsere Kosten achten. Ich erwarte mindestens 100 Millionen Euro zusätzliche Einsparungen pro Jahr“, sagte der Stahl-Chef von Thyssen-Krupp, Andreas Goss, laut Vorabbericht der „Rheinischen Post“. Mit dem im September ausgelaufenen Sparprogramm habe die europäische Stahlsparte einen dauerhaften Spareffekt von 650 Millionen Euro pro Jahr erreicht, hieß es.

Dem Stahlbereich machen wie der gesamten Branche der Preisdruck, Überkapazitäten und eine schwächelnde Nachfrage zu schaffen. Die Stahlkocher von Thyssen-Krupp haben mit einer Verkürzung ihrer Arbeitszeit darauf reagiert. An der Kurzarbeit wolle der Konzern festhalten, sagte Goss. „Die 31-Stunden-Woche ist vereinbart bis 2018 – damit vermeiden wir zusätzlichen Stellenabbau.“

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Von

rtr

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