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23.10.2014

10:32 Uhr

Tod von Total-Chef de Margerie

Moskauer Flughafenchef tritt nach Unglück zurück

Nach dem Tod von Total-Chef de Margerie sind der Leiter des Moskauer Airports und sein Stellvertreter zurückgetreten. Über den Zustand des Schneepflugfahrers zum Unfallzeitpunkt gibt es widersprüchliche Aussagen.

Der kürzlich verstorbene Total-Chef Christophe de Margerie: Die Ermittlungen zu seinem Unfalltod sind in vollem Gange. AFP

Der kürzlich verstorbene Total-Chef Christophe de Margerie: Die Ermittlungen zu seinem Unfalltod sind in vollem Gange.

MoskauNach dem tödlichen Unfall des Total -Chefs Christophe de Margerie auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo sind der Leiter des Airports Andrej Dyakow und sein Stellvertreter Sergej Solnzew zurückgetreten. Das teilte der Flughafen am Donnerstag mit.

Die Staatsanwaltschaft nahm unterdessen fünf Mitarbeiter fest, die an dem Tag für den Betrieb am Airport verantwortlich waren. Kritiker werfen ihr vor, sie habe voreilig Schlüsse gezogen und suche nur nach einem Sündenbock.

Die Ermittler hatten erklärt, der Fahrer eines Schneepfluges, der mit dem Geschäftsflugzeug De Margeries zusammengestoßen war, sei betrunken gewesen. Der Anwalt des Fahrers hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen. Sein Mandant habe sich an die Anweisungen des Dienstleiters gehalten.

Zudem hätten Angehörige erklärt, dass der Mann wegen einer chronischen Herzerkrankung nie Alkohol trinke. Sie seien besorgt, dass die Flughafenverwaltung ihm die Schuld für das Unglück in die Schuhe schieben wolle, um teure Schadenersatzklagen zu vermeiden.

Schneepflug-Fahrer war betrunken

Verursacher von de Margerie-Unfall vor Gericht

Schneepflug-Fahrer war betrunken: Verursacher von de Margerie-Unfall vor Gericht

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Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Video seines Verhörs gab der 60-jährige Schneepflugfahrer an, kurz vor dem Unfall in der Nacht zum Dienstag bei schlechter Sicht „die Orientierung verloren zu haben“. Er habe nicht gemerkt, dass er auf die Startbahn gekommen sei, die Privatmaschine habe er nicht kommen hören. Nachdem sein Anwalt zunächst Ermittlerangaben zurückgewiesen hatte, wonach sein Mandant betrunken gewesen sei, sagte er später, dieser habe womöglich „ein paar Tropfen Alkohol“ getrunken.

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