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29.06.2015

14:34 Uhr

Trianel

Stadtwerkeverbund blickt optimistisch in die Zukunft

Deutschlands größter Stadtwerkeverbund Trianel rechnet ab 2016 wieder mit steigenden Gewinnen. Grund dafür ist die Neuausrichtung nach der Energiewende – die den Großkonzernen schwer zu schaffen macht.

Fahnen mit dem Firmenlogo wehen  vor dem Trianel-Kraftwerk im westfälischen Lünen: Der Stadtwerkeverband scheint die Krise überwunden zu haben. dpa

Trianel Kraftwerk

Fahnen mit dem Firmenlogo wehen vor dem Trianel-Kraftwerk im westfälischen Lünen: Der Stadtwerkeverband scheint die Krise überwunden zu haben.

DüsseldorfWährend Energieriesen wie Eon oder RWE noch massiv mit den Folgen der Energiewende zu kämpfen haben, soll es bei Deutschlands größtem Stadtwerkeverbund Trianel bald wieder aufwärtsgehen. Geschäftsführer Jörg Vogt sagte am Montag in Düsseldorf, die Talsohle beim Gewinn werde bereits 2015 durchschritten. Ab 2016 erwarte man durch die 2013 eingeleitete strategische Neuausrichtung wieder steigende Ergebnisse.

Profitieren will das Unternehmen dabei nicht zuletzt vom Ausbau der Handelsaktivitäten für seine rund 120 Mitglieds-Stadtwerke, die Konzentration der Projektentwicklung auf erneuerbare Energien und fertige Angebotspakete etwa für Photovoltaik-Dachlösungen („Energiedach“) oder Blockheizkraftwerke („Energieblock“). Diese können die beteiligten Stadtwerke ihren Kunden anbieten.

Schon 2014 konnte Trianel den Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 5,2 Millionen Euro verdoppeln. Vor Steuern lag das Plus allerdings nur bei knapp 6 Prozent. Von früheren Gewinnhöhen ist das Unternehmen damit noch weit entfernt: 2011 hatte Trianel ein Vorsteuerergebnis von 13,7 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 7,2 Millionen Euro ausgewiesen. Der Trianel-Umsatz verringerte sich 2014 durch das niedrigere Preisniveau im Energiegroßhandel um 12,2 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro.

Nach wie vor belasteten Verluste im konventionellen Kraftwerksgeschäft das Ergebnis, betonte Trianel-Chef Sven Becker. Hier musste das Unternehmen 2014 erneut hohe Rückstellungen vornehmen. Inzwischen setzt Trianel vor allem auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Ein Offshore-Windpark vor der Nordseeinsel Borkum mit einer Leistung von 200 Megawatt befindet sich bereits im Probebetrieb und soll im September offiziell eröffnet werden.

Im kommenden Jahr rechnet Becker mit der Bauentscheidung für einen zweiten Bauabschnitt, der die Leistung des Windparks verdoppeln soll. Außerdem sollen über die Projektentwicklungstochter Trianel Erneuerbare Energien mehr als 500 Millionen Euro in Windkraftwerke an Land und in Photovoltaik-Anlagen investiert werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

29.06.2015, 15:17 Uhr

Dieser Stadtwerke Verbung lügt sich und seinen Anteilseigner selbst in die Tasche. Wenn jetzt massiv in die Erneuerbaren Energien eingestiegen werden soll, dann kann Trianel jetzt schon mal Anfangen Verlustrückstellungen zu bilden und die zukünftigen Bilanzen mit enen Rotstift zu schreiben.
Denn eines gilt immer noch.....

Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge (Energie wende zu können), dann der Betrug/Selbstbetrug (marktfeindliches EEG), danach der Mangel (Energieeinsparzwang) und zum Schluss die Armut (unbezahlbarer Strom bei gleichzeitiger Versorgungsverknappung).

Das EEG = Energiewende basiert nicht auf der Marktwirtschaft und führt damit zwangsläufig zu Negativen Zahlen. Danke!

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