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13.08.2014

07:55 Uhr

Trotz Umsatzeinbußen

Kupferhütte Aurubis auf Kurs

Umsatz sinkt, Gewinn steigt: Die niedrigeren Metallpreise setzen dem Umsatz des Kupferproduzenten Aurubis deutlich zu. Dennoch konnte der Gewinn nach einem schwachen Vorjahr gesteigert werden.

Ein Anodenofen im Hamburger Aurubis-Werk: Das Unternehmen konnte trotz Umsatzeinbüßen seinen Gewinn steigern. dpa

Ein Anodenofen im Hamburger Aurubis-Werk: Das Unternehmen konnte trotz Umsatzeinbüßen seinen Gewinn steigern.

DüsseldorfEuropas größte Kupferhütte Aurubis hat im dritten Quartal des Bilanzjahres 2013/14 trotz Umsatzeinbußen mehr verdient. „Wir haben nach zwei schwachen Anfangsquartalen unsere insgesamt positive Entwicklung fortgesetzt und sind im dritten Quartal zur Normalität zurückgekehrt“, erklärte Vorstandschef Peter Willbrandt am Mittwoch.

Er sei daher zuversichtlich, in dem im September endenden Gesamtjahr einen Gewinnanstieg zu verbuchen. 2012/13 war der operative Gewinn vor Steuern (EBT) auf 114 Millionen Euro eingebrochen.

In Rohstoffe investieren: Grundlagen

Natürliche Ressourcen

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen. Sie kommen in der Natur vor und wachsen teilweise nach. Beispiele sind Öl, Kohle, Stahl, Gold, Getreide oder Fleisch. Darüber hinaus gibt es neuerdings auch Rohstoffe, die künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Plastik.

Marktdaten verfolgen

Reales Angebot und Nachfrage sind die Basis der Rohstoffpreise. Infos zu Lagerbeständen und Bedarf von Industriemetallen kann man direkt beim Londoner Metal Exchange (www.lme.com) verfolgen. Hilfreich für Agrarrohstoffe ist der Wasde-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates; www.usda.gov).

Wetterbericht im Auge behalten

Sinkt die Temperatur in Florida – einem der wichtigsten Orangenanbauer der Welt – unter zwei Grad minus, steigt der Preis für Orangensaft. Frost, Dürre, Überschwemmungen – was die Ernte beeinträchtigt, lässt Agrarrohstoffe haussieren. Rohstoffbörsen wie die CME (www.cme.com) bieten detaillierte Wetterprognosen sowie eine Übersicht zu Rohstoffpreisen.

Psychologie zählt

Ölpreis und Metalle ziehen mit der Konjunktur. Bei Problemen in großen Förderländern steigen die Preise in der Regel auch bei flauer Wirtschaft. Bei Gold sind Angstkäufe der wichtigste Preistreiber.

Exoten meiden

Rohstoffmärkte gelten als enge Märkte. Das heißt: Bei Erzeugnissen mit geringem Umsatzvolumen drohen heftige Kursausschläge. Emittenten wälzen das über Kauf-Verkaufs-Spannen auf Anleger ab. Wer sicher anlegen möchte, sollte deshalb lieber auf führende Rohstoffe setzen: Kupfer statt Zink, Baumwolle statt Bauholz.

Kurve beachten

Sind langlaufende Kontrakte teurer als kurze, steigt die Terminkurve (Contango), Zertifikate verlieren an Wert. Sinkt die Terminkurve (Backwardation), gibt es einen Extragewinn.

Banken checken

Rohstoffzertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank pleite, ist das Geld futsch. Vor dem Kauf Emittenten checken, etwa deren Kreditausfallprämien. In Deutschland geht das etwa über den Derivateverband (www.derivateverband.de).

Einsatz begrenzen

Einzelne Rohstoffe können sehr volatil sein. Rohstoffe sollten nicht mehr als zehn Prozent eines Depots ausmachen. Neben einzelnen Futures lässt sich auch in passive Portfolios investieren, etwa den S&P GSCI (die Abkürzung steht für Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index) oder den RICI (Rogers International Commodity Index).

Im dritten Quartal schrumpften die Erlöse wegen niedrigerer Metallpreise um zehn Prozent auf 2,628 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte 56 Millionen Euro nach zwei Millionen vor Jahresfrist. Vor Steuern (EBT) schnellte das operative Ergebnis auf 48 Millionen Euro nach einem Minus von neun Millionen im Vorjahreszeitraum.

Von

rtr

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