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07.03.2013

12:46 Uhr

Überhöhte Fernwärmepreise?

Kartellamt hat Eon und RWE im Blick

Das Bundeskartellamt ermittelt gegen 30 verschiedene Versorgungsbetriebe. Darunter insbesondere auch Töchter von Eon und RWE. Die Behörde hat den Verdacht auf überhöhte Fernwärmepreise.

Ein Thermostat einer Heizung. Das Kartellamt ermittelt wegen überhöhter Fernwärmepreise. dpa

Ein Thermostat einer Heizung. Das Kartellamt ermittelt wegen überhöhter Fernwärmepreise.

DüsseldorfDas Bundeskartellamt geht dem Verdacht überhöhter Fernwärmepreise nach. Im Fokus stünden neben Regionalversorgern auch Töchter von Eon und RWE, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf rund 30 verschiedene Versorgungsgebiete in fast allen Bundesländern.

„Fernwärmekunden haben lediglich vor der erstmaligen Entscheidung für ein bestimmtes Heizsystem die Auswahl zwischen verschiedenen Versorgungswegen“, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Hätten sie sich einmal für Fernwärme entschieden, bestehe auf lange Sicht keine Wechselmöglichkeit. „Daher sind bei überhöhten Preisen Missbrauchsverfahren des Bundeskartellamts erforderlich, um die Verbraucher zu schützen.“

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

In vielen Wärmeversorgungsgebieten bestehe zudem die rechtliche Anschlussverpflichtung, so dass die Kunden nicht nur faktisch, sondern auch rechtlich keine Wechselmöglichkeit zu einem anderen Energieträger hätten.

Von

rtr

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