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26.03.2013

18:30 Uhr

Übernahme von Shell-Raffinerie

EU-Kommission könnte Nynas das Geschäft vermiesen

Das schwedische Unternehmen Nynas will Teile der Shell-Raffinerie in Hamburg-Harburg übernehmen. Doch die Wettbewerbshüter der EU haben Einwände. Nun nehmen sie den Fall genauer unter die Lupe.

Das Shell-Logo auf dem Werksgelände der Raffinerie Harburg in Hamburg. dpa

Das Shell-Logo auf dem Werksgelände der Raffinerie Harburg in Hamburg.

BrüsselDer schwedische Spezialöl-Hersteller Nynas stößt mit der geplanten Übernahme von Teilen der Shell-Raffinerie in Hamburg-Harburg auf Widerstand. Die EU-Kommission als Kartellbehörde hat Einwände. Die obersten europäischen Wettbewerbshüter nehmen nach einer ersten Prüfung den Fall nun genauer unter die Lupe, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Bis zum 8. August wollen sie eine Entscheidung treffen. Brüssel kann das Vorhaben untersagen oder mit Auflagen genehmigen.

Nach Ansicht der EU-Kommission wird das neue Unternehmen in der EU sehr hohe Marktanteile bei Spezial-Ölen erreichen, die etwa zur Produktion von Schmiermitteln, Klebstoffen, Druckfarben, Düngemitteln sowie in der Metallbearbeitung und Kautschukprodukten benötigt werden.

„Würde die geplante Übernahme vollzogen, gäbe es danach keinen Wettbewerber mehr, der im europäischen Wirtschaftsraum ebenfalls naphthenische Grundöle herstellt“, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia laut Mitteilung. Dies könnte die Produktionskosten von Unternehmen, aber auch die Endpreise für Verbraucher in die Höhe treiben.

Nynas will nach früheren Angaben die Raffinerie schrittweise zu einer eigenständigen Spezialschmierstoff-Raffinerie umbauen. Gemeinsam mit einem weiteren Partner will Nynas auf dem Gelände eine Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff bauen. Shell hatte im März 2009 angekündigt, sich von der Raffinerie Harburg trennen zu wollen.

Von

dpa

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