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14.08.2013

18:02 Uhr

Umfrage

Sechs Prozent der Deutschen produzieren eigenen Strom

In deutschen Steckdosen fließt selbst produzierter Strom – zumindest bei sechs Prozent der Bevölkerung. Deren Netzkosten muss aber der „normale“ Stromnutzer tragen. Verbraucherschützer fordern eine Reform.

Stecker rein, Gerät an: Laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) interessieren sich 15 Prozent der Deutschen für die Herstellung von eigenem Strom. dpa

Stecker rein, Gerät an: Laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) interessieren sich 15 Prozent der Deutschen für die Herstellung von eigenem Strom.

BerlinDrei Prozent aller Deutschen versorgen sich einer Umfrage zufolge komplett mit selbst produziertem Strom, weitere drei Prozent zumindest teilweise. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Mittwoch mitteilte, wären 41 Prozent gern unabhängiger von ihrem Energieversorger, können sich die notwendige Technik aber nicht leisten. Weitere 15 Prozent der Befragten hätten in einer Umfrage von TNS Emnid deutliches Interesse bekundet.

Nur etwa ein Viertel der Befragten (28 Prozent) erklärte dem vzbv zufolge, Stromerzeugung sei Aufgabe der Stromkonzerne. Es sei zu begrüßen, „wenn Verbraucher ihren Strom selbst erzeugen und die Energiewende mit vorantreiben“, erklärte Holger Krawinkel vom vzbv. Angesichts des Kostenrückgangs bei den Solarmodulen und der technologischen Entwicklung von Batteriespeichern sei davon auszugehen, dass der Eigenverbrauch in den nächsten Jahren stark zunehmen werde.

Dies dürfe aber nicht auf Kosten anderer Verbraucher gehen, warnte Krawinkel. Da Selbstversorger keine Netzentgelte zahlen müssten, würden die Netzkosten auf andere Verbraucher übertragen. „Um eine gerechte Verteilung der Netzkosten sicherzustellen, muss das System der Netzentgelte reformiert werden“, forderte der vzbv-Experte.

Von

afp

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