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03.11.2015

04:13 Uhr

Umstrittene Pipeline

TransCanada bittet um Prüfungs-Pause für Keystone XL

TransCanada hat das US-Außenministerium um ein Moratorium des Prüfverfahrens zur umstrittenen Keystone-XL-Pipeline gebeten. Der Schritt des Konzerns kommt, bevor die US-Regierung die Maßnahme wohl zurückweisen wird.

Mit der Aufschrift "Stoppt die Transcanada Pipeline" appelliert ein Schild in Nebraska auf der geplanten Route für die Keystone XL-Pipeline. ap

Mit der Aufschrift "Stoppt die Transcanada Pipeline" appelliert ein Schild in Nebraska auf der geplanten Route für die Keystone XL-Pipeline.

TorontoDas hinter der umstrittenen Öl-Pipeline Keystone XL steckende Unternehmen TransCanada hat das US-Außenministerium gebeten, seine Überprüfung des Projekts zu pausieren. Der kanadische Konzern teilte am Montag mit, ein Aufschub wäre angemessen, während das Unternehmen mit den Behörden in Nebraska an einer Bestätigung seiner bevorzugten Route durch den US-Staat arbeite.

Mit dem Antrag auf Aufschiebung des Genehmigungsverfahrens könnte das Unternehmen versuchen, eine Ablehnung durch das US-Außenministerium zu vermeiden und die Entscheidung in die Hände eines neuen US-Präsidenten zu legen. Obama scheidet in gut einem Jahr aus dem Amt.

Seit sieben Jahren ist die Zukunft der geplanten 1900 Kilometer langen Pipeline unklar. Wegen ihr sind im US-Kongress Debatten über Auswirkungen auf den Klimawandel und die Energiesicherheit der USA entbrannt. Befürworter unterstreichen die Bedeutung für den Transport von Schieferöl aus Kanada zum Golf von Mexiko. Kritiker sind gegen das Konzept, die Ölsandgebiete in der kanadischen Provinz Alberta anzuzapfen. Von dort aus sollte Öl zu den Raffinerien am Golf von Mexiko transportiert werden.

Dies würde ihrer Ansicht nach riesige Mengen an Energie und Wasser erfordern und so die Treibhausgasemissionen erhöhen. US-Präsident Barack Obama hatte Anfang des Jahres sein Veto gegen den Bau von Keystone XL eingesetzt.

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