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03.09.2014

13:28 Uhr

Urenco

Uran-Firma von E.ON und RWE steigert Gewinn

Die Uran-Firma Urenco hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Preisdruck und die sinkende Nachfrage lassen jedoch befürchten, dass dies auf Dauer nicht so weitergeht.

Urenco hat auch eine Niederlassung im nordrhein-westfälischen Gronau. dpa

Urenco hat auch eine Niederlassung im nordrhein-westfälischen Gronau.

LondonDie Uran-Firma Urenco hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz und Gewinn gesteigert. Zugleich äußerte sich die E.ON- und RWE-Beteiligung jedoch am Mittwoch skeptisch, dass dies auf Dauer so weiter geht. Im ersten Halbjahr seien das operative Ergebnis (Ebitda) um 19 Prozent auf 380 Millionen Euro geklettert und die Erlöse um gut ein Drittel auf 524 Millionen. Der Preisdruck werde aber anhalten und auch die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter zurückgehen. Seit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 ist dies bereits der Fall. Urenco hat jedoch zahlreiche langfristige Verträge. Der Auftragsbestand bis 2025 hat nach Angaben des Unternehmens einen Wert von 16 Milliarden Euro.

Urenco beliefert Kraftwerksbetreiber mit angereichertem Uran. Die Firma hat auch eine Niederlassung in Gronau im Münsterland. E.ON und RWE halten über die gemeinsam Tochter Uranit 33 Prozent. Sie wollen ihre Beteiligung abstoßen. E.ON hatte einen Verkauf ursprünglich noch 2014 angepeilt, sich zuletzt aber nicht mehr dazu geäußert. RWE hofft inzwischen, die Beteiligung zumindest im kommenden Jahr zu verkaufen. Der Wert des Unternehmens wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Ein Verkauf gilt jedoch wegen der Eigentümerstruktur als kompliziert. Zu den Anteilseignern gehören auch Großbritannien und die Niederlande. Die Veräußerung eines Anteils setzt nach dem 1971 geschlossenen Gründungsvertrag der Firma die Zustimmung der Regierungen aus den beiden Ländern und Deutschland voraus.

Von

rtr

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