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30.08.2013

21:22 Uhr

US-Energiekonzern

Siemens soll mitverantwortlich für Longview-Pleite sein

Der US-Versorger Longview gibt Siemens eine Mitschuld an seiner Pleite. Der Dax-Konzern soll zu verantworten haben, dass ein neues Kraftwerk erst mit neun Monaten Verspätung eröffnet werden konnte.

Longview Power gibt Siemens eine Mitschuld an seiner Pleite. dpa

Longview Power gibt Siemens eine Mitschuld an seiner Pleite.

BangaloreSiemens sieht sich in den USA mit Vorwürfen konfrontiert, die Pleite eines Energieunternehmens mitverschuldet zu haben. Longview Power beantragte am Freitag Gläubigerschutz nach Chapter 11 und machte unter anderem Siemens Energy für Pannen bei seinem zwei Milliarden Dollar teuren Kraftwerk in West Virginia verantwortlich. Aufgrund von Verzögerungen beim Bau und rechtlichen Problemen sei Longview nicht in der Lage gewesen, Schulden zurückzuzahlen.

Das Kraftwerk war eines der größten Bauprojekte in West Virginia und wurde mit neun Monaten Verspätung und weniger Kapazität eröffnet als ursprünglich geplant. Siemens Energy habe einem Team vorgestanden, zu dem auch Foster Wheeler und die norwegische Kvaerner gehörten.

Siemens verwies am Freitagabend darauf, dass das Kraftwerk seit 2011 im Regelbetrieb laufe. Zudem gebe es in den Vereinigten Staaten ein Schiedsgerichtsverfahren, dessen Ausgang noch offen sei. Foster Wheeler reagierte zunächst nicht auf Anfragen für eine Stellungnahme. Kvaerner war zunächst nicht zu erreichen.

Ein anderer Faktor für die Pleite waren den Firmenangaben zufolge auch die gesunkenen Energiepreise. Dies hatte auch mehrere Konkurrenten wie beispielsweise Dynegy in die Insolvenz getrieben.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.08.2013, 20:41 Uhr

Lächerliche Schmarotzer, die nur Geld erpressen wollen. Wenn Siemens da nachgibt, sind die selber Schuld und verschwenden Aktionärsvermögen.

Nachwuchs

31.08.2013, 18:46 Uhr

Neun Monate später? Wieder ein Versagen der Manager, Made in Germany. Dafür aber sicher Boni kassiert!

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