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22.09.2016

14:33 Uhr

Vattenfall

EU genehmigt Verkauf von Braunkohlegeschäft

Der schwedische Staatskonzern Vattenfall darf sein Braunkohlegeschäft verkaufen. Die Genehmigung erfolgte von den Wettbewerbshütern der EU-Kommission. Ein Käufer wurde nach zähen Verhandlungen bereits gefunden.

Nicht nur die Kühltürme, sondern das gesamte Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG im ostdeutschen Jänschwalde gehört künftig einem tschechischen Versorger. dpa

Künftig in tschechischer Hand

Nicht nur die Kühltürme, sondern das gesamte Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG im ostdeutschen Jänschwalde gehört künftig einem tschechischen Versorger.

Brüssel/CottbusDie letzte Hürde für die Übergabe der Vattenfall-Braunkohlesparte in Ostdeutschland an die tschechische EPH-Gruppe ist genommen. Die EU-Kartellbehörden gaben grünes Licht für die Transaktion. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Der geplante Zusammenschluss werde sich nicht negativ auf den Markt für den Abbau und die Lieferung von Braunkohle auswirken. Die schwedische Regierung hatte dem Verkauf des Braunkohlegeschäfts des Staatskonzerns bereits im Juli zugestimmt.

Vattenfall-Konzernchef Magnus Hall sagte der Deutschen Presse-Agentur nach der Entscheidung in Brüssel: „Wir sind sehr froh.“ Man sei zwar im Vorfeld davon ausgegangen, dass die Transaktion erlaubt werde, doch jetzt habe man die Bestätigung. Die Übergabe an EPH werde innerhalb der kommenden Wochen erfolgen.

Vattenfall betreibt vier Gruben und mehrere Kraftwerke in Brandenburg und Sachsen. Die Lausitz ist das zweitgrößte Braunkohlerevier Deutschlands. Rund 8000 Menschen arbeiten in der Branche. Hinzu kommen weitere indirekte Arbeitsplätze etwa bei Zulieferern.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Vattenfall trennt sich von dem klimaschädlichen fossilen Rohstoff auch, um sich stärker auf erneuerbare Energien zu konzentrieren. Dem neuen Eigentümer, der tschechischen EPH-Gruppe, gehört hierzulande bereits das Bergbauunternehmen Mibrag mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt). Die tschechische EPH-Gruppe erwartet einem Sprecher zufolge die Übergabe der Braunkohlesparte ebenfalls in Kürze.

Die neue Gesellschaft innerhalb der EPH-Gruppe soll ihren Sitz in Cottbus haben. Am jetzigen Vattenfall-Firmensitz in der Lausitzstadt wurde die Nachricht aus Brüssel mit Freude aufgenommen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining, Rüdiger Siebers, sagte: „Es gab Beifall.“ Man habe lange darauf gewartet. „Jetzt haben wir Planungssicherheit.“

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